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Moritz Hartmann, ein Stürmer mit großer Erfahrung

In unregelmäßigen Abständen stellen wir den Fans die Spieler aus dem Kader von Fortuna Köln vor. Heute im Porträt: Moritz Hartmann.

Moritz Hartmann blickt schon heute auf eine abwechslungsreiche Karriere zurück. Der 32-Jährige wechselte zu Saisonbeginn zu Fortuna Köln, nachdem er zuvor neun Jahre für den FC Ingolstadt gespielt hatte.

Der Wechsel von der Donau in die Südstadt war für Hartmann trotz Erstligaerfahrung nicht ungewöhnlich. „In meinem letzten Jahr bei Ingolstadt hatte ich nicht viel gespielt, ich war lange verletzt und hatte daher wenig Einsatzmöglichkeiten. Natürlich habe ich viele Erfahrungen – in der 1. und 2. Liga – gesammelt. Das heißt aber nicht, dass der Schritt in die 3. Liga etwas Außergewöhnliches ist“, so Hartmann. Aus seiner Sicht habe die 3. Liga ein sehr hohes Niveau und sei aufgrund der namhaften Vereine äußerst interessant. Hartmann: „Der Trend der letzten Jahre zeigt, dass es ältere Spieler im gestandenen Alter immer schwerer haben. Hinzukam, dass ich den Weg der Fortuna verfolgt habe, weil ich ja in der Umgebung groß geworden bin.“

Geboren wurde Hartmann in Bayern. „Mein Vater war bei der Bundeswehr in der Nähe von Regensburg stationiert. Mit zwei, drei Jahren sind wir ins Kölner Umland gezogen“, so der heutige Fußballprofi. Nachdem er schon als Kleinkind dem runden Leder nachjagte, fing er mit sechs Jahren in der F-Jugend in Roitzheim an, in einem Verein zu spielen. Über Euskirchen und Rheinbach ging es dann zum 1. FC Köln – zunächst in die zweite Mannschaft. Hartmann gehörte später zeitweise dem Profikader an, wechselte aber dennoch nach Ingolstadt.

„Im letzten Jahr bei den Kölner Amateuren war ich achtmal im Bundesliga-Kader, bin aber nie zum Einsatz gekommen“, erinnert sich der Stürmer. „Ich hatte keine Perspektiven, fest in die Profimannschaft zu rutschen. Deshalb war für mich wichtig, einen Verein zu finden, der auf mich baut, der mir Spielzeiten gibt. Und somit kam das Angebot aus Ingolstadt für mich zum richtigen Zeitpunkt. Ich hatte keine Profi-Erfahrung und bis zu diesem Zeitpunkt in der Regionalliga gespielt. Von daher war es damals ein guter Schritt, aus der Regional- in die 3. Liga zu gehen.“ Wie sich später herausstellte, war es der richtige Schritt.

„Direkt in der 3. Liga habe ich damals dann auch ganz gut getroffen“, berichtet er. Es dauerte nicht lange, da verpasste ihm Mitspieler „Zecke“ Neuendorf deshalb den Spitznamen „Bomber“. Mit dem FC Ingolstadt ging es schließlich von der 3. bis in die 1. Fußball Bundesliga hoch. „Das war schon etwas Besonderes. Ich bin sehr stolz darauf. Das kann nicht jeder von sich behaupten, mit einem Verein zunächst in die 2. und dann in die 1. Liga aufgestiegen zu sein“, blickt Hartmann zurück. „Aber das war auch ein harter Weg. Gleich in meinem ersten Jahr in Ingolstadt sind wir aus der 3. Liga in die 2. aufgestiegen – über den Weg der Relegation. Dann gab es ein paar harte Jahre, wir haben oft gegen den Abstieg gespielt und unter besonderem Druck gestanden. Es gab einige neue Trainer, die wieder gehen mussten, bis man dann schließlich mit Ralph Hasenhüttl den richtigen Mann gefunden hatte. Mit ihm sind wir dann in die Fußball Bundesliga aufgestiegen – und haben die Klasse zunächst auch gehalten.“

Ein Jahr, nachdem Ingolstadt wieder in die 2. Liga abgestiegen war, kehrte Hartmann nach Köln zurück – allerdings nicht zum 1. FC, sondern zur Fortuna. „Es gab gute Gespräche mit dem damaligen Trainer Uwe Koschinat und mit Herrn Schwetje, dem Geschäftsführer. Das hat mich begeistert“, so Hartmann heute. „Fortuna hatte eine recht gute Saison gespielt, daran wollten wir anknüpfen. Leider hat sich die Situation in dem halben Jahr, seitdem ich hier bin, verändert. Und somit ist es etwas anders gekommen als ich mir das ursprünglich gedacht hatte.“

Denn in den letzten Wochen gehörte der Stürmer nicht mehr so häufig zur Startelf. „Ich bin nicht hergekommen, um auf der Bank zu sitzen. Aber wenn der Trainer so entscheidet, muss ich das akzeptieren“, sagt Hartmann. Dabei zeigt sich der Stürmer selbstkritisch. „Ich habe mir selbst auch mehr als die bisherigen vier Tore zugetraut. Aber es hapert generell bei uns im Angriff. Das hat man in den letzten Spielen gesehen. Und das muss ich mir auch persönlich ankreiden.“

Hartmann ist sich sicher, dass auch wieder bessere Tage kommen. Den Schritt zur Fortuna bereut er ohnehin nicht. Denn in Nordrhein-Westfalen fühlt er sich heimisch. „Meine Frau und ich kommen ja aus der Gegend. Das war natürlich auch ein Grund dafür, herzukommen.“

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