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Auf dem Weg zum Klassenerhalt - Der FC Carl Zeiss Jena im Gegnercheck

Am Samstag steht für die Fortuna das erste Spiel im neuen Jahr an: Mit dem FC Carl Zeiss Jena trifft man dabei auf eine Mannschaft, die vor der Winterpause gut punkten konnte. Nur auswärts konnte man noch nicht sonderlich überzeugen und möchte das am liebsten direkt gegen die Fortuna ändern. Alles Wissenswerte zu unserem Gegner findet ihr im Gegnercheck.

Aktuelle Lage:

24 Punkte konnte der FC Carl Zeiss Jena in den vergangenen 20 Partien in der 3. Liga sammeln. Damit stehen die Ostdeutschen auf dem 12. Tabellenplatz und weiterhin auch im gesicherten Mittelfeld. Mit sieben Punkten Vorsprung auf die Zweitbesetzung von Werder Bremen und damit auch auf den ersten Abstiegsplatz, sind die Weichen auf das Saisonziel Klassenerhalt gestellt. Der FCC setzte auf die Spieler, mit denen sie die Rückkehr in den Profifußball erreicht hatten. Von diesen Spielern hatte allerdings zuvor kaum jemand Erfahrungen in der 3. Liga sammeln können. Der FCC wollte aber die Spieler belohnen, mit denen sie den Aufstieg feiern konnten. Dies war auch ein Grund dafür, dass Jena schleppend in diese Spielzeit startete. In den ersten elf Spielen konnten nur zwei Siege eingefahren werden. Zwischenzeitlich stand der Verein sogar auf dem letzten Platz, nachdem das Derby gegen Rot-Weiß Erfurt verloren ging. Der Wendepunkt war dann erneut das Derby gegen den RWE! Im Achtelfinale des Verbandspokals konnte sich Jena mit 2:1 durchsetzen und kam danach in der Liga auch besser ins Rollen. Es gelang dem FCC regelmäßiger zu punkten und es wurden auch wichtige Siege gegen Vereine aus der oberen Tabellenregion eingefahren. Gegen Ende der Saison konnten sich die Thüringer sogar eine kleinere Serie erkämpfen und sich somit weiter von den Abstiegsrängen entfernen. An den letzten beiden Spieltagen vor der Winterpause wurden gegen den KSC und Wehen Wiesbaden zudem weitere vier Punkte eingefahren, wodurch die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann noch einmal Ausrufezeichen setzen konnte. Speziell die 4-Tore Show von Thiele am letzten Spieltag beim 4:3-Heimsieg gegen Wehen war ein Statement.

Zuhause gefürchtet, auswärts gerne gesehen

20 ihrer 24 Punkte erkämpfte sich der FC Carl Zeiss Jena im heimischen Ernst-Abbe-Sportpark. Die Heimspielstätte des FCC ist eine Festung, die bis jetzt nur ein einziges Mal erobert wurde. Der SC Paderborn und auch Hansa Rostock bissen sich unter anderem schon an der Heimstärke der Thüringer die Zähne aus. Der Karlsruher SC konnte wenigstens noch einen Punkt erzielen. Zuhause sind die Ostdeutschen in ihrem gewohnten Umfeld und spielen befreiter auf. Sowohl die Defensive als auch die Offensive wirken zudem sicherer. Von ihren 23 Toren wurden 15 im Ernst-Abbe-Sportpark erzielt und von ihren 28 Gegentoren fingen sie sich auf dem eigenen Platz nur zehn Stück.
Auswärts sieht die Welt beim FCC dagegen schon ganz anders aus. Nur ein einziges Spiel konnte man für sich entscheiden. Am 3. Spieltag wurde ein 2:0-Erfolg in Halle gefeiert. Insgesamt verlor Jena aner sieben seiner neun Auswärtsspiele und konnte nur vier Punkte in der Fremde erzielen. Dass dies zu wenig ist, weiß auch Starke, weswegen er das Saisonziel noch einmal ausruft, "Der Klassenerhalt hat Priorität für uns. Allerdings müssen wir dazu noch mehr investieren, vor allen Dingen einmal auch auswärts etwas mitnehmen."

Durchwachsene Vorbereitung

Der FC Carl Zeiss Jena startete am 3. Januar in die Vorbereitung. Aufgrund heftiger Niederschläge konnten die Thüringer zunächst nur auf Kunstrasenplätzen trainieren. Weiterhin stand ein Hallenturnier an, bei dem der FCC den 2. Platz belegte. Im Finale musste man sich nach Neunmeter-Schießen gegen den Ligakonkurrenten aus Halle geschlagen geben. Die Thüringer Hallen Masters 2018 konnte Jena dagegen gewinnen. Dazu standen noch Testspiele auf dem Trainingsprogramm der Thüringer. Gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg musste man eine 2:3 Niederlage hinnehmen und auch gegen den Regionalligisten SV Babelsberg 03 spielte der FCC nur 1:1. Zusätzlich absolvierte die Zeiss Elf im niedersächsischen Barsingshausen ein fünftägiges Trainingslager. Auch die DFB-Elf hat auf diesen Trainingsgelände schon trainiert. 

Spieler im Fokus: Timmy Thiele

Timmy Thiele war einer der Garanten für den Aufstieg der Ostdeutschen in die 3. Liga. Er erzielte 14 Tore in der Regionalliga Nordost, bereitete zudem elf vor. Auch in den Relegationsspielen gegen Viktoria Köln konnte er einen Doppelpack schnüren. In dieser Spielzeit läuft es für den Stürmer allerdings noch nicht rund. Aufgrund von Rückenbeschwerden fiel er den Großteil der Saison aus. Nur in neun Spielen konnte er in der Liga zum Einsatz kommen. Bis zum 19. Spieltag gelang ihm nur ein Tor und eine Vorlage. Am 20. Spieltag reiste dann allerdings Wehen Wiesbaden in den Ernst-Abbe-Sportpark und Thiele explodierte: Zwischen der 43. und der 65. Minute erzielte der Stürmer vier Tore und wurde am Ende vollkommen zurecht zum  Spieler des Spiels gewählt.
Thiele spielte zunächst in der Jugend des Hauptstadtclubs Hertha BSC. In seiner Mannschaft war damals auch sein jetziger Mannschaftskollege Löhmannsröben. Seine ersten Erfahrungen im Profifußball konnte er bei der Zweitbesetzung von Werder Bremen sammeln. In zwei Spielzeiten kam er auf 17 Einsätze bei den Norddeutschen. Über den FC Schalke, Alemannia Aachen und Borussia Dortmund zog es ihn dann auf die Insel. Bei den unterklassigen Vereinen Burton Albion und Oldham Athletic spielte er insgesamt eine Saison. Bei keinen der beiden Vereine konnte er sich komplett durchsetzen und so beendete er sein Abenteuer in England nach nur einer Spielzeit. Es zog den Stürmer nach Jena, wo er sich unter Mark Zimmermann einen Stammplatz erspielte. Nun zählt Timmy Thiele zu den absoluten Leistungsträgern beim FCC.

Fortuna hat die Nase vorn

Erst ein einziges Mal trafen die beiden Mannschaften in diesem Jahrtausend aufeinander. Am 2. Spieltag dieser Saison reiste die Fortuna nach Thüringen und konnte beim FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 gewinnen. Die Tore schoss damals Hamdi Dahmani. Elf Partien bestritten die beiden Mannschaften bisher gegeneinander. Der Großteil dieser Begegnungen fällt zurück auf die 90er Jahre. Bisher endete kein Spiel der beiden Vereine gegeneinander ohne Tore. In der Saison 1995/96 konnte sich die Fortuna sogar mit einem 6:0 durchsetzen. Insgesamt haben die Kölner in den Spielen gegen die Thüringer die Nase leicht vorne. Fünf Spiele gingen an die Rheinländer, während jeweils drei Spiele Unentschieden ausgingen oder sich Jena durchsetzen konnte.

Fanhinweise

Anpfiff am kommenden Samstag ist um 14 Uhr. Das Südstadion öffnet um 13.00 Uhr. Wer sich vorab Tickets für das Spiel sichern will, kann die bekannten Vorverkaufs­stellennutzen. Die Vorverkaufs­stellen der Fortuna findet ihr hier.

Der Parkplatz am Südstadion ist gesperrt, da bereits die Aufbauarbeiten für das Karnevalszelt begonnen haben. Es wird daher empfohlen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Wer mit einem Auto kommt, kann auf dem naheliegenden Großmarkt parken, der ausgeschildert ist. Eine Anfahrtsskizze gibt es hier.

Rücksäcke und Taschen dürfen nicht mit ins Stadion und sollten vorsorglich zu Hause gelassen werden.
Besucher kommen über den öffentlichen Nahverkehr zum Südstadion. Wer mit der KVB anreist, sollte an der Haltestelle Pohligstraße aussteigen.

Wer es am Samstag nicht ins Südstadion schafft, der kann das Spiel live bei Telekom Sport, dem WDR oder unserem Liveticker verfolgen, welcher wie immer ab 13.15 für euch zur Verfügung steht, verfolgen. Auch das Fanradio wird das Spiel übertragen.

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Fortuna Köln
Stadion Münster