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Heiders Treffer entscheidet Flutlichtduell - Fortuna verliert mit 0:1 an der Bremer Brücke

Durch den Sieg gegen die Fortuna schafften es die Osnabrücker, die Tabellenführung zu übernehmen. Kurz nach der Halbzeit lenkte das Tor von Mannschaftskapitän Heider das Spiel in Richtung der Lila-Weißen. Die Fortuna war dabei lange optisch spielbestimmend, ohne sich jedoch die ganz großen Chancen herauszuspielen.

Trotz fehlender Unterstützung aufgrund eines Fanprotestes von den Rängen entwickelte sich das Spiel in der Anfangsphase schon zu einer munteren Partie. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie schon zu Beginn der Partie auf Sieg spielen wollten. Ein erstes offensives Ausrufezeichen setzten die Hausherren in Person von Heider, der Rehnen schon früh zu einer Parade zwang (7.). Außer ihm war der ehemalige Fortune Manuel Farrona Pulido zu Beginn ein Aktivposten im Spiel des VfL. Ihm waren die zusätzlichen Prozent an Motivation anzumerken. Mitte der ersten Halbzeit flachte die Partie etwas ab und man hoffte darauf, dass die Spieler den Schwung mit der einsetzenden Fangesängen auf den Rängen auch auf den Platz übertragen konnten. Die Fortuna ließ sich durch die plötzlich eintretende Kulisse nicht einschüchtern. Vielmehr entwickelten die Kölner von Minute zu Minute mehr und mehr Dominanz in Richtung des Tores von Nils Körber. Die beste Möglichkeit hatte Hartmann auf dem Fuß, als er per Direktabnahme über das Tor schoss (26.). Bei der durchaus kommenden Attraktivität des Spiels war den Akteuren dennoch anzumerken, dass keine der beiden Mannschaften den ersten Fehler machen wollte. Trotzdem hielt die Fortuna mit Strippenzieher Maik Kegel nun alle Fäden in der Hand. Wieder war es Stürmer Hartmann, der sich nach einer Ablage von Eberwein etwas näher an den Kasten annäherte (38.). Kurz vor der Halbzeit sorgte Robin Scheu schließlich für den absoluten Wachmacher und zwang Nils Körber mit der besten Möglichkeit der Partie zu einer Glanzparade an den Pfosten (46.). So ging eine offene Partie in die Pause, die sich über die meiste Zeit zwischen den beiden Strafräumen abspielte.  

Ohne Änderungen ging es für die Fortuna wieder aus der Halbzeit, doch die Hausherren kamen entschlossener zurück auf das Feld. Schon nach wenigen Sekunden war Brandenburger gezwungen, sich die gelbe Karte abzuholen, indem er einen guten Vorstoß des VfL unterbinden musste. Zwar hatte Hartmann aus der Distanz die erste Chance des zweiten Durchgangs (47.), doch kurz darauf war es Mannschaftskapitän Heider, der seine Fans mit dem Führungstreffer jubeln ließ: Nachdem Schiek über den Ball haute, bediente Ouahim in der Mitte Heider, der mit etwas Glück einschob (49.). Mit dieser Führung im Rücken agierte der VfL selbstbewusster und setzte sich auch in den Zweikämpfen im Mittelfeld häufiger durch. Der eingewechselte Álvarez unterstrich die breitere Brust seiner Mannschaft, als er es aus mehr als 40 Metern versuchte und Rehnen überraschen wollte (58.). Besonders die Flexibilität der Osnabrücker beschäftigte die Fortuna im zweiten Durchgang und der junge Anas Ouahim ermöglichte Heider die Möglichkeit, die Führung zu verdoppeln, doch der Stürmer traf nur das Außennetz (63.). Die Fortuna hatte zwar die gefälligere Spielanlage, auch wenn der Strafraum zumeist Endstation war. Lediglich ein strammer Freistoß von Kegel zwang Körber nochmal zu einer Parade (67.). Wenig später sah sich Uwe Koschinat mit der Einwechslung von Andersen für Uaferro gezwungen, seiner Mannschaft einen offensiven Impuls mitzugeben (74.). Bis zum Strafraum kombinierten die Südstädter gut, aber den entscheidenden Pass wussten die Hausherren zu verhindern. So konnte Eberwein einen gefährlichen Ball von Kegel nicht entscheidend verarbeiten (73.). Die Fortuna ging mit vollem Risiko auf mindestens einen Punkt, sodass Osnabrück mehr und mehr Räume bekam. Die beste Chance auf die Entscheidung hatte der eingewechelte Pfeiffer mit einem Kopfball (83.). Am Ende reichte dem VfL der eine Treffer, um die drei Punkte an der Bremer Brücke zu behalten und die Tabellenführung zu übernehmen.

Daten zum Spiel:

So startete die Fortuna: Rehnen - Ernst, Uaferro (74. Andersen), Ruprecht, Schiek - Brandenburger (60. Kurt), Kegel - Dahmani, Eberwein, Scheu - Hartmann (90. Kyere)

Tore:

1:0 - Heider (49.)

Karten:

Fortuna Köln: Uaferro, Brandenburger, Ernst

VfL Osnabrück: Agu, Heider, Pfeiffer

Zuschauer: 8.186

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Fortuna Köln
Wattenscheid, Lohrheidestadion