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Ein Aufsteiger wirbelt die Liga auf - Der SV Meppen im Gegnercheck

Mit zwei Siegen gegen die SG Sonnenhof Großaspach und Rot-Weiß Erfurt hat die Fortuna eindrucksvoll auf die erste Saisonniederlage geantwortet und möchte nun gegen Meppen den Ausbau einer neuen Serie vorantreiben. Der Aufsteiger aus dem Emsland steht derzeit mit 18 Punkten auf einem soliden 6. Platz und konnte zuletzt sogar in Wiesbaden einer diesjährigen Spitzenmannschaft einen Dämpfer verpassen. Alle wichtigen Infos zur Partie gegen den SV Meppen erfahrt ihr hier!

Lang ersehnte Rückkehr: 

Nach 17 langen Jahren kehrte der SV Meppen zurück in die 3. Liga und damit auch in den Profibereich des deutschen Fußballs. Seitdem Christian Neidhart 2013 zu den Meppenern als sportlicher Leiter gekommen ist, ging es Stück für Stück für den Verein nach oben. Als erstes konnte man sich in der oberen Tabellenhälfte der Regionalliga Nord etablieren, um dann in einer fast perfekten Spielzeit 2016/17 nach zwei engen Relegationsspielen gegen Waldhof Mannheim im Elfmeterschießen den Aufstieg zu feiern. Dieser scheint Meppen und Umgebung einen regelrechten Boom gegeben zu haben: Im Vergleich zur Aufstiegssaison hat der SV Meppen seinen Zuschauerschnitt fast verdreifacht! Auch sportlich setzte man schon das eine oder andere Ausrufezeichen wie ein Heimsieg gegen den KSC oder den jüngsten Sieg beim SV Wehen Wiesbaden.

Zuhause eine Macht 

Die Mannschaft von Christian Neidhart hat früh in der Saison damit angefangen, Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Dabei verlassen sich die Norddeutschen auf die Heimstärke, die auch ein ausschlaggebendes Kriterium in der Aufstiegssaison war. Mit der 1:2-Niederlage am dritten Spieltag gegen den 1. FC Magdeburg kassierten die Emsländer die bislang einzige Heimniederlage. Es war zugleich die erste Pleite in der heimsichen Hänsch-Arena seit Oktober 2016: Damals verlor man 0:1 im Derby gegen den VfB Oldenburg. Eine saison- und ligaübergreifend Serie von elf Spielen ohne Niederlage zeigt die Heimstärke des SV, die bereits Teams wie Karlsruhe, Zwickau oder Osnabrück zu spüren bekamen. Speziell der Derbysieg gegen den VfL Osnabrück durch das goldene Tor von Granatowski trägt Mannschaft und Fans.

Neidharts gute Transfers

Mit dem soliden Meppener Start war nicht nur Aufgrund der Underdog Rolle als Aufsteiger nicht unbedingt zu rechnen, sondern auch wegen den beiden Abgängen von Mirco Born und Benjamin Gommert. Born war mit elf Toren und 23 Vorlagen in der letzten Saison einer der überragenden Akteure und wechselte zu Zweitligist Sandhausen. Gommert war lange Meppens Stammtorhüter. Mit Erik Domaschke konnte aber ein Torhüter verpflichtet werden, der in Erfurt schon Erfahrungen in der 3. Liga sammeln konnte. Beim Sieg in Wiesbaden war Domaschke mit seinen Paraden der umjubelte Held. Weiterhin war die Verpflichtung von Nico Granatowski ein wahrer Glücksgriff. Mit fünf Vorlagen und zwei Toren steht er bislang seinem Vorgänger Born in nichts nach und kann offensiv den Unterschied ausmachen. Gleiches gilt für Kleinsorge, der bei Wehen keine Rolle mehr spielte und im Meppener Sturm aufblüht. Mit Steffen Puttkammer hat Christian Neidhart vom 1. FC Magdeburg einen robusten Stabilisator geholt, der die Mannschaft mit führt. So hat sich eine Mannschaft entwickelt, die den Schwung vom Aufstieg mitgenommen hat und als Gruppe Erfolge feiert.

Spieler im Fokus: Benjamin Girth

Ein Unterschiedsspieler ist bislang jedoch Benjamin Girth. Mit 20 Toren wurde er in der Aufstiegssaison Torschützenkönig in der Regionalliga Nord. Der 25-Jährige war maßgeblich dafür verantwortlich, dass der SV Meppen mit 81 Toren die beste Offensive der Liga stellte. Auch diese Saison zeigt Girth, dass er in der Sommerpause nichts verlernt hat: Mit sieben Treffern aus zwölf Spielen steht er momentan zusammen mit Daniel Frahn vom FC Chemnitz auf dem 3. Platz der Torschützenliste. Auch schon vor seiner jetzigen Station beim SVM erwies er sich als treffsicherer Stürmer: Mit den Stationen VFC Plauen, Hessen Kassen und dem SV Meppen kommt Girth auf 111 Regionalliga-Spiele, in denen er 50 Tore erzielte. Nun stürmt er mit Meppen die 3. Liga.

Ausgeglichener Old School Klassiker

Die meisten Begegnungen der beiden Mannschaften fanden in den 90er Jahren statt, als sowohl die Fortuna als auch der SVM Dauerteilnehmer in der 2. Liga waren. In 22 Begegnungen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse und einer in der 2. Runde des DFB-Pokals endeten 15 Spiele mit einem Unentschieden. In den restlichen Begegnungen hatte Meppen allerdings die Nase leicht vorn. Die Emsländer konnten fünf der restlichen acht Spiele gewinnen und der letzte Auswärtssieg der Fortuna fällt zurück auf das Jahr 1996, in dem die Kölner 3:0 in der Hänsch-Arena gewinnen konnten. 

Fanhinweise:

Anpfiff der Begegnung ist am Samstag um 14 Uhr in der Hänsch-Arena (Lathener Straße 15A). Wer den Weg ins Emsland nicht mit antreten kann, hat die Möglichkeit, das Spiel live über Telekomsport oder im Free-TV beim NDR zu verfolgen. 

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Fortuna Köln
Stadion am Lotter Kreuz