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O Romeo, mein Romeo! Aigbekaen sichert Fortuna 1:1 gegen Aachen

Romeo Aigbekaen sei Dank: Die Fortuna hat am zweiten Spieltag der 3. Liga den ersten Punkt geholt. Der 21-Jährige erzielte im Heimspiel gegen Alemannia Aachen das erste Saisontor der Südstädter zum 1:1-Endstand. Vor 8.660 Zuschauern im Südstadion spielte Aachen nach einer Gelb-Roten Karte rund 70 Minuten in Unterzahl. Am Ende war für die Fortuna auch ein Sieg möglich.

„In Summe haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit hätte ich mir das eine oder andere Tor mehr gewünscht“, sagte Trainer Matthias Mink. Dabei erwischten die Gäste den besseren Start. Aachen kam mehrfach hinter die Fortuna-Abwehr und erhielt nach einem Foul von Romeo Aigbekaen an Mika Schroers bereits in der elften Minute einen Elfmeter. Mehdi Loune ließ Lennart Winkler keine Chance und brachte die Alemannia mit 1:0 in Führung.

Doch nur wenige Minuten später geriet Aachen in Unterzahl. Torschütze Loune foulte Bennit Bröger innerhalb kurzer Zeit zweimal und sah in der 23. Minute die Gelb-Rote Karte. „Klar verändert die Ampelkarte das Spiel. Aber wir haben den Gegner auch sehr gut bespielt“, so Mink. Die Fortuna hatte bereits vor dem Platzverweis erste Möglichkeiten. Enzo Wirtz verfehlte das Tor mit zwei Kopfballchancen (21., 31.) nur knapp. Die Überzahl machte sich mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher bemerkbar. Fortuna übernahm die Kontrolle und drängte auf den Ausgleich.

„Wir haben uns das Selbstvertrauen erarbeitet“, sagte Mink. Nach der Pause belohnte sich die Fortuna schließlich. In der 60. Minute fiel der Ball im Aachener Strafraum Romeo Aigbekaen vor die Füße. Der Offensivspieler fackelte nicht lange und traf aus der Drehung mit dem rechten Fuß sehenswert in die lange Ecke – 1:1. Das erste Saisontor der Fortuna, gleichzeitig der erste Punkt der neuen Drittliga-Saison.

„Den Punkt haben wir uns auf jeden Fall verdient, wir hatten auch noch gute Chancen auf den Sieg. Da wäre mehr drin gewesen. Der Start ins Spiel mit dem Elfmeter war unglücklich. Danach hatten wir aber die Kontrolle. Aachen hatte es nach der Gelb-Roten Karte auch schwerer. Hinten standen wir sicher, vorne haben wir es gut gemacht. Das letzte Quäntchen Glück hat gefehlt, damit vielleicht noch ein Ball reinfällt“, sagte Neo Telle. Der 19-Jährige stand erstmals in der Startelf und rückte für Kevin Brechmann auf die rechte Abwehrseite. „Innenverteidiger bin ich mehr gewohnt, aber ich spiele auf beiden Positionen gerne. Ich denke, dass ich das gut gelöst habe.“

Die Fortuna wollte anschließend mehr. Vor allem in der Schlussphase lag der Siegtreffer in der Luft. Nach einer Flanke des eingewechselten Jonas Michelbrink kam Hamadi Al Ghaddioui unbedrängt zum Kopfball. „Er kommt völlig frei zum Kopfball. Er muss ihn nur platziert setzen. Hamadi ist kein 20-Jähriger mehr, dem eventuell die Nerven flattern“, haderte Mink. Kurz darauf stand Al Ghaddioui erneut im Mittelpunkt. Der Stürmer wurde im Strafraum von Petros Bagkalianis zu Fall gebracht, doch der Pfiff der Schiedsrichterin blieb aus. 

Mink hatte seine Startelf im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei der SG Sonnenhof Großaspach auf vier Positionen verändert. Neo Telle begann als Rechtsverteidiger, Max Fischer ersetzte Seymour Fünger in der Innenverteidigung. Enzo Wirtz rückte für Al Ghaddioui in die Sturmspitze, während Bennit Bröger den verletzten Tom Geerkens ersetzte. „Es gilt festzuhalten: Wir sind angekommen in der 3. Liga, mit dem großartigen Zuschauerzuspruch und einem tollen Heimspiel“, zog Mink trotz des verpassten Sieges ein positives Fazit.

Aachens Trainer Mersad Selimbegovic sah die Partie naturgemäß etwas anders. „Wir sind hochverdient in Führung gegangen, wir hatten bis zum Platzverweis alles im Griff. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen, wir haben sehr gut verteidigt.“ Mit einem Mann weniger habe seiner Mannschaft allerdings die Entlastung gefehlt. „Wir mussten heute gegen vieles kämpfen, insofern bin ich mit dem Punkt nicht unzufrieden.“

Fortuna: Winkler, Afamefuna, Fischer, Al-Azzawe, Telle, Strauch, Stanilewicz, Bröger (82. Garcia), Thier (69. Michelbrink), Aigbekaen (76. Bornemann), Wirtz (76. Al Ghaddioui). 

Tore: 0:1 Loune (Foulelfmeter/11.), 1:1 Aigbekaen (60.).

Gelb-Rote Karte: Loune (Aachen/23.).

Zuschauer: 8.660.

 

 

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