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3:1 für Fortuna - Havelse tappt in die Mausefalle

Es war der Abend der Premieren: Bennit Bröger, Jannik Mause und Enzo Wirtz erzielten jeweils ihr erstes Saisontor. Da jubelten selbst die Geister mit, in der gefühlt menschenleeren Heinz von Heiden Arena. Die Fortuna belohnte sich am Freitag im Nachholspiel des siebten Spieltags der 3. Liga mit einem 3:1 beim TSV Havelse und kletterte damit auf Tabellenplatz zwölf.

„In der ersten Halbzeit haben wir extrem viel richtig gemacht. Nur eben im letzten Drittel nicht. Dieses Manko schleppen wir die letzten Wochen schon mit uns rum. In der zweiten Halbzeit hat sich das Spiel insgesamt gedreht. Der Gegner hat dann sehr offensiv gespielt. Hintenraus haben wir aber Qualität eingewechselt und haben zugeschlagen. Das braucht man in so einem Spiel dann auch mal“, sagte Trainer Matthias Mink, der im Vergleich zum letzten Spiel Hamadi Al Ghaddioui und Robin Afamefuna aus der Startelf nahm und dafür Seymour Fünger und Nico Thier von Beginn an brachte.

Viel passierte in einer ansonsten kontrollierten ersten Halbzeit nicht. In der 39. Minute setzte sich Romeo Aigbekaen auf der linken Strafraumseite gegen Dennis Duah durch und legte den Ball in die Mitte. Bennit Bröger blieb cool und traf mit links in die lange Ecke, 0:1 und das erste Saisontor des 20-Jährigen. Unschön wurde es kurz vor der Pause: Alexander Guiddir traf Haider Al-Azzawe mit einem bösen Tritt am Knie. Der Fortuna-Kapitän musste anschließend mit einer blutenden Wunde an der Kniescheibe behandelt werden (43.). Eine persönliche Strafe blieb aus.

Nach dem Seitenwechsel wurde Havelse stärker und drängte die Fortuna zunehmend zurück. Die Kölner aber setzten die Nadelstiche. Robin Velasco hatte zunächst Pech, als sein Schuss aus 16 Metern am linken Pfosten landete (54.). Nur drei Minuten später lief Enzo Wirtz nach einem gewonnenen Laufduell mit Semi Belkahia allein auf das Tor zu. Die Schiedsrichterin entschied jedoch fälschlicherweise auf Foul und pfiff die aussichtsreiche Situation ab.

In der 67. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Eine Hereingabe von Guiddir wurde abgefälscht und landete auf dem Kopf von Kwasi Wriedt, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einköpfte. Havelse drückte weiter. In der 81. Minute traf Wriedt aus spitzem Winkel aus einem Meter nur den Pfosten. Doch genau daraus entwickelte sich der entscheidende Fortuna-Moment: Lennart Winkler schnappte sich die anschließende Ecke und warf den Ball weit in die gegnerische Hälfte. Jannik Mause nahm Tempo auf, ließ Eric Voufack mit links aussteigen und schloss mit rechts überlegt zum 1:2 ab (83.).

„Für uns war Havelse ein Gradmesser, wo es hingeht in der Tabelle. Wir gewinnen das Spiel, ich treffe, das ist ein perfekter Freitagabend. Das war ein super Abwurf von Lennart. Ich war ein bisschen übersäuert nach dem Sprint, aber ich bin cool geblieben im Eins gegen Eins. Das haben wir auch oft trainiert“, sagte Mause. Und der Neuzugang hatte noch nicht genug. In der 90. Minute setzte Mause den Schlusspunkt, und bereitete gleichzeitig das nächste Premierentor vor. Nach Zuspiel von Cedric Harenbrock lupfte er den Ball über Keeper Tom Opitz hinweg. Am langen Pfosten lauerte Enzo Wirtz und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:3 ein.

Havelses Trainer Samir Ferchichi konnte sich den Ausgang anschließend kaum erklären: „Wir waren in den ersten 45 Minuten nicht gut, viel zu passiv. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr wach und maximal spielbestimmend. Der Gegner hat bis auf die Tore dann gar nicht mehr stattgefunden. Beim 1:2 war unsere Restverteidigung nicht so aufgestellt, wie es besprochen war. Jetzt haben wir verloren und fragen uns, wieso eigentlich.“

Fortuna: Winkler, Fischer, Al-Azzawe, Fünger (79. Telle), Heister, Strauch, Stanilewicz, Geerkens, Bröger (69. Harenbrock), Thier (69. Mause), Aigbekaen (54. Wirtz).

Tore: 0:1 Bröger (39.), 1:1 Wriedt (67.) 1:2 Mause (83.), 1:3 Wirtz (90.).

Zuschauer: 907

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