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Nach Umbruch im Sommer nimmt man nun Fahrt auf - Fortuna empfängt Mainz 05 U23

Am Ende der vorletzten Saison traf es die U23 von Borussia Dortmund und letzte Saison die des VfB Stuttgart - beide stiegen aus der dritthöchsten deutschen Spielklasse in die Regionalliga ab. Nun könnte es die U23 des FSV Mainz 05 treffen, um die es momentan nicht gut bestellt ist. Nachdem man im Sommer viele Leistungsträger verlor, kommt Mainz zuletzt aber wieder besser in Fahrt. Ziel ist es, sich eine gute Ausgangsposition für die Mission 2017 zu verschaffen.

Aktuelle Lage

Die U23 des FSV Mainz 05 belegt einen Spieltag vor der Winterpause den letzten Platz der dritten Liga. Vierzehn Punkte ist das Mainzer Konto aktuell schwer bzw. leicht. Damit steht schon fest: Überwintern wird man auf einem Abstiegsplatz, denn am rettenden Ufer befindet sich momentan der SC Paderborn mit sieben Punkten mehr. Erst drei Siege konnte die Mannschaft von Sandro Schwarz verbuchen, so wenig wie kein anderes Team. Auch im Bereich Defensive belegen die 05er einen Abstiegsplatz. In dieser Statistik ist nur der SC Paderborn anfälliger. Doch immerhin zeigt der jüngste Trend nach oben. In den letzten drei Partien holte man vier Punkte. Zudem blieb man während dieser Zeit gegen Frankfurt (1:0) und Aalen (0:0) zwei Spiele in Folge ohne einen Gegentreffer. Trainer Sandro Schwarz hat jetzt schon für das neue Jahr die "Mission 2017" ausgerufen. Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt. Mit der jüngsten Serie will man sich eine gute Ausgangsposition für die Mission im neuen Jahr verschaffen.

Alles neu macht der Sommer

Für eine zweite Mannschaft bzw. U23 gestaltet sich die Planung vor einer neuen Saison in der dritten Liga nicht einfach. Oftmals pendeln Spieler in der Saisonvorbereitung oder sogar während der aktiven Saison zwischen erster und zweiter Mannschaft. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass die jungen Akteure ihre Chancen und Perspektiven bei anderen Mannschaften höher einschätzen und den Verein deswegen verlassen. Gleichzeitig wecken junge Talente überall Begehrlichkeiten und sind oft schwer zu halten. Kein Wunder, dass in der Startelf der Mainzer zum ersten Spiel der Saison 16/17 nur Daniel Bohl auch zum Mainzer Auftaktspiel 15/16 in der Anfangsformation stand. Vor allem im Angriff musste die Mainzer Drittliga-Mannschaft vor der neuen Saison Löcher stopfen. Julian-Maurice Derstroff und Lucas Höler wechselten im Sommer zum SV Sandhausen, zusammengerechnet erzielten sie in der vergangenen Saison 23 Tore.

Stürmer-Problem macht sich breit

Zu Saisonbeginn kompensierte man die Abgänge von Derstroff und Höler hervorragend, in den ersten drei Saisonspielen erzielten die Mainzer fünf Tore. Dass man diese Spiele nur mit zwei Punkten abschloss, lag daran, dass man gleichzeitig sieben Gegentore kassierte. Diesem Problem nimmt man sich jedoch immer mehr an. Zuletzt gab es in den letzten fünf Spielen nur noch sechs Gegentore und damit weniger als zu Saisonbeginn. Dafür macht sich nun ein anderes Problem breit - die Tore bleiben aus. In den genannten letzten fünf Spielen gelang nur ein einziger Treffer. Das letzte nominelle Stürmertor erzielte Mounir Bouziane per Distanzschuss vor knapp zwei Monaten am 16. Oktober bei der 1:4-Niederlage gegen Chemnitz. Dabei konnte sich die zweite Garde der 05er grade am Anfang der Saison auf den Youngster Aaron Seydel verlassen. Der Sturm-Tank erzielte in der laufenden Spielzeit vier Tore und bereitete drei weitere vor. Diese Leistungen blieben auch Bundesliga-Trainer Martin Schmidt nicht verborgen. Schmidt berief Seydel gegen Hertha BSC in den Kader der ersten Mannschaft und ließ ihn dort prompt von Anfang an auflaufen. Das Vertrauen zahlte Seydel zurück - schoss in seinem ersten Bundesligaspiel gleich sein erstes Tor. Diese Leistung könnte jedoch zur Folge haben, dass seine Teamkollegen aus der U23 in Zukunft auf den 20-Jährigen verzichten müssen. Damit würde sich nun im Winter die Sommer-Baustelle wieder von selbst aufmachen. Mögliche Nachfolger von Seydel: Leon Kern (18 Jahre), Heinz Mörschel (19 Jahre) und Felix Lohkemper (21 Jahre). Alle Drei wurden gegen Lotte eingewechselt, doch ohne Torerfolg. Noch scheint keiner von ihnen eine entscheidende Rolle auf der Stürmerposition einzunehmen - vor allem brauchen die Mainzer Talente Zeit.

Im Fokus: Philipp Klement 

Philipp Klement ist einer der schon kurzfristig den Unterschied in der Offensive machen kann, auch wenn er kein Stürmer ist. Der 24 Jahre alte Linksfuß fühlt sich im Mittelfeld zu Hause. Klement kam 2013 in seiner Entwicklung beim 1. FC Nürnberg nicht weiter. Über einen Monat war er nach seiner Zeit in Nürnberg vereinslos, ehe er sich der zweiten Mannschaft der Mainzer anschloss. Martin Schmidt erkannte das Potential des Spielgestalters. Unter Schmidt feierte Klement sein Bundesliga-Debut und unterschrieb im Januar 2016 seinen ersten Profivertrag. Klement ist variabel, kann im Mittelfeld jede Position bekleiden. Des Weiteren strahlt er aus dem Mittelfeld kommend eine große Torgefahr aus - in den vergangenen beiden Spielzeiten kam er zusammengerechnet auf eine zweistellige Anzahl sowohl an Toren als auch an Assists in der 3. Liga. Seit Sommer kommt der ehemalige U-Nationalspieler noch nicht richtig zum Zuge. Früh bremsten ihn muskuläre Probleme. Nun steht Klement zunächst wieder fit bei der Mainzer Reserve auf dem Platz und soll als Spielgestalter für die kreativen Momente sorgen. Wenn er dort an seine alte Form anknüpfen kann, könnte wohl bald wieder die erste Bundesliga an seiner Tür klopfen.

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