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Fortuna-Saisonrückblick - Punkterekord in der Hinrunde

Fotograf: Tom Hettinger

Auch am Ende der dritten Drittliga-Saison sicherte sich die Fortuna drei Spieltage vor Schluss wieder den Klassenerhalt. Die Südstädter blicken auf eine ereignisreiche Spielzeit zurück. Den Grundstein für das Hauptziel Ligaverbleib legte man in der Hinrunde: Ohne das Sturmduo Biada & Königs gelang der Fortuna dabei ein Punkterekord.

Am 20. Juni startete die Fortuna in die Vorbereitung. Dabei galt es die Abgänge von Biada und Königs zu kompensieren, die zuvor 30 der 56 Kölner Tore erzielten und beide in die 2. Bundesliga wechselten. Als Neuzugang präsentierte sich dafür Maik Kegel den Fortuna-Fans. Gemeinsam mit Andersen sollte der Mittelfeldakteur das Spiel der Fortuna aus der Zentrale heraus führen. Neben Kegel mussten bei der Fortuna nur Stoffels und Brasnic als Neuzugänge integriert werden. So konnte Fortuna-Trainer Uwe Koschinat auf eine eingespielte Mannschaft zurückgreifen, die in der sechswöchigen Vorbereitung zusammen wachsen sollte. Dabei hatten die Kölner einen Testspielmarathon auf dem Plan: Elf Vorbereitungsspiele absolvierte die Fortuna. Höhepunkt war das 1:0 im heimischen Südstadion gegen den 1. FC Köln - fünf Tage vor dem Ligastart.
Einzige Hiobsbotschaft: Im Test gegen den Bonner SC verletzte sich Kristoffer Andersen am Knie und musste einige Wochen pausieren.

Ein (fast) perfekter Saisonstart

Trotzdem zeigte die hohe Anzahl an Testspielen und die Eingespieltheit der Fortuna zum Drittliga-Start hin Wirkung: Mit dem Schwung aus dem Testspiel-Derbysieg gegen den "Effzeh" im Rücken ging es zum 1. FC Magdeburg. Dort schockten die Kölner 18.000 Magdeburger mit einem souveränen 3:0-Erfolg und starteten erstmals mit drei Punkten in die Saison. Es folgte ein 2:0 zu Hause gegen Werder Bremen II und die erste Tabellenführung für die Fortuna in der 3. Liga.
Zwar kassierte man anschließend eine klare Pleite in Wiesbaden und trotzdem folgte das nächste Highlight: Im Südstadion gewann man mit 1:0 gegen Holstein Kiel - Fortuna-Kapitän Daniel Flottmann schoss dabei das 100. Drittliga-Tor der Fortuna. Die Kölner konnten ihre Frühform halten und gewannen unter anderem auch zu Hause gegen den Chemnitzer FC. Damit schaffte man es mit Kiel und Chemnitzer zwei Aufstiegskandidaten im Südstadion zu Null zu bezwingen.
Den ersten Dämpfer setzte es für die Fortuna dann am 7. Spieltag: Beim SSV Jahn Regensburg riss sich Maik Kegel das Kreuzband. Trotzdem schielten die Kölner auf drei Punkte, ehe der Jahn mit der letzten Aktion im Spiel noch den 2:2-Ausgleich markierte.
Die Koschinat-Elf ließ sich aber auch vom Regensburg-Spiel nicht aus der Bahn werfen. Kristoffer Andersen konnte den Südstädtern inzwischen wieder helfen. Zudem verpflichtete man kurz vor Transferschluss Selcuk Alibaz. Nach dem Ausfall von Kegel rückte man in der Südstadt enger zusammen und schaffte es so, auf jeden Rückschlag zu antworten: Bis zum 11. Spieltag gelang der Fortuna nach jeder Niederlage als Reaktion ein Sieg. Höhepunkt war in der Phase der 3:2-Erfolg bei Sonnenhof Großaspach, als man trotz 50-Minütiger Unterzahl erstmals drei Punkte vom Fautenhau entführte.

Einzige Klatsche in einer soliden Hinrunde

Auch im Pokal lief für die Männer um Kapitän Daniel Flottmann alles nach Plan. Beim SV Wachtberg zog man mit einem klaren 6:0 in die zweite Runde ein. In der Liga hatte man nach 17 Punken aus zehn Spielen mit dem Tabellenkeller nichts zu tun. Nur eine Woche nach dem Sieg in Wachtberg gab es erneut ein 6:0 – diesmal jedoch in die andere Richtung. Mit 0:6 ging man beim FSV Frankfurt unter - bereits zur Halbzeit stand es 0:4. Erstmals folgte auf eine Niederlage eine weitere mit einem tristen 0:2 zu Hause gegen den VfR Aalen. 
In einem Kampfspiel konnte die Fortuna dafür aber erstmals im Tecklenburger Land gewinnen: Auf tiefem Geläuf hieß es gegen die Pokalhelden der Sportfreunde Lotte 1:0 durch das Tor von Hamdi Dahmani. Nach dem eindrucksvollen Saisonstart hatte die Fortuna nun eine zähe Phase erwischt. Spielerisch war gegen Aalen, Lotte und später Münster sowie Zwickau nicht immer alles Gold, was glänzte. Die Fortuna schaffte es aber, sich wieder aufzurappeln. Speziell der Heimsieg an einem Freitagabend gegen den FSV Zwickau war ein Wendepunkt: Souza und Dahmani erzielten die Tore für den 2:1-Heimsieg. Linksaußen Souza und Hamdi Dahmani, der von Fortuna-Trainer Uwe Koschinat inzwischen zum Mittelstürmer umfunktioniert wurde, zeichneten bis dato für elf der 16 Fortuna-Tore direkt verantwortlich.

Träumen wird erlaubt sein

Den Schwung aus dem Zwickau-Spiel nahm die Fortuna in den Pokalschlager gegen Alemannia Aachen mit. Mit einer routinierten Mannschaftsleistung und einem sehenswerten Freistoßtor von Pazurek schaltete man einen Titelfavoriten am Tivoli aus. Die Fortuna zeigte sich dabei insgesamt spielstark und wusste mit gefälligem Kombinationsspiel zu überzeugen. Dies zeigte man anschließend auch in der Liga gegen Paderborn sowie die Topteams Osnabrück und Duisburg. Zwei Punkte aus den drei Spielen fühlten sich dabei nach den gezeigten Leistungen als zu wenig an. Speziell gegen Duisburg wusste die Fortuna mit einem mutigen Auftritt zu überzeugen, auch wenn es am Ende ein 0:2 bei den Zebras setze. Schließlich belohnte man sich im letzten Hinrundenspiel zu Hause gegen Mainz II für starke Leistungen: Trotz zahlreicher Möglichkeiten gab es am Ende ein 1:0 durch Alibaz. Der Sieg brachte den Südstädtern die Punkte 26 bis 28 auf das Konto - Vereinsrekord in der 3. Liga am Ende der Hinrunde.
Vier Punkte Rückstand nur auf den Relegationsplatz - Im Fortuna-Umfeld gingen einige mit Träumen nach mehr in den Jahreswechsel.

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