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Die Suche nach der verlorenen Leichtigkeit – die SpVgg Unterhaching im Gegnercheck

Mit der SpVgg Unterhaching ist am 34. Spieltag eine Mannschaft zu Gast im Südstadion, die in der laufenden Drittligasaison einige Rätsel aufgibt. Zeigte man in der Hinrunde noch regelmäßig Spitzenfußball, scheint das Glück die Mannen aus dem Münchener Süden aktuell verlassen zu haben. Entschiede allein die Rückrundentabelle, würde die Mannschaft von Trainer Claus Schromm einen direkten Abstiegsplatz belegen.

Die aktuelle Lage:

Der Negativtrend kann insbesondere an der harmlosen Offensive festgemacht werden. Stellte Haching bis zur Winterpause mit 42 Treffern noch den besten Angriff der Liga, blieb das Team in diesem Jahr schon mehrere Spiele in Folge ohne Torerfolg. Bei der Aufarbeitung der vergangenen Partien wird klar, dass die Mannschaft kein Problem mit der Chancenerarbeitung hat. Vielmehr liegt es an der Effektivität.

Betroffenheit nach Schaden am Syndesmoseband:

Zudem haben sich die Befürchtungen über die Verletzung von Top-Torjäger Stephan Hain bewahrheitet. Der 30-jährige Stürmer zog sich am 29. Spieltag einen Schaden am Syndesmoseband zu, der auf der Stelle operiert werden musste. Mit 13 Saisontoren führt Hain, trotz des Ausfalls, die interne Torjägerliste der Spielvereinigung noch immer an. Durch seinen Ausfall lastet nun noch mehr Druck auf den Schultern von Stürmer-Kollege Stefan Schimmer. In der letzten Zeit vergab aber ausgerechnet dieser Großchancen am Fließband und verließ die Stadien entsprechend geknickt. Die nächste Hiobsbotschaft für die Anhängerschaft der SpVgg Unterhaching wartete auch nicht lange auf sich. Wie der Verein Anfang der Woche auf seiner Vereins-Website publizierte, fällt auch noch Leistungsträger Sascha Bigalke mit einer Wadenblessur für unbestimmte Zeit aus. So also befindet sich Unterhaching in einer schweren Situation. Durch die Negativserie rutschte der Traditionsverein ins untere Tabellenmittelfeld ab. Die gezeigten Leistungen sind zwar nicht katastrophal, aber an die Qualität aus der Hinrunde kam die Mannschaft aus Bayern in den letzten Partien nicht mehr heran.

Südstädter erleben Déjà-vu:

Mit einer 0:6-Niederlage traten die Südstädter im November die weite Heimreise aus Unterhaching an. Die Tore im Hinrundenspiel schossen Stephan Hain (6. und 65.), Christoph Greger (41.), Luca Marseiler (45.), Marc Endres (50.) und Stefan Schimmer (51.). In der Woche zuvor, bei der Premiere von Tomasz Kaczmarek als Fortuna-Trainer, war die Kölner Mannschaft mit einem 0:7 ebenfalls gehörig unter die Räder gekommen.

Spieler im Fokus: Stefan Schimmer

Bei der SpVgg Unterhaching hört Stefan Schimmer auf den Spitznamen „Bomber“.  Den hat er seinem Entdecker Stefan Anderl zu verdanken. Der 53-Jährige war sich relativ früh sicher, dass sein Spieler eine außergewöhnliche Gabe besitze: „Ein klassischer Torjäger steht im Spiel oft nur im Weg rum. Aber der Schimmi geht dort hin, wo es wehtut. Er läuft auch in der 90. Minute noch nach hinten und will den Ball erobern." Für den Fußballtrainer, der aktuell in der Regionalliga Bayern tätig ist, gibt es diese Art von Spielern nur äußerst selten. Während der gemeinsamen Zeit beim FC Memmingen profitierte Stefan Schimmer besonders von seinem Ehrgeiz: „Stefan hat in Memmingen ein einziges Mal im Training gefehlt. Er ist bodenständig, hat eine super Mentalität und kapiert jeden Bewegungsablauf sofort. Der könnte auch im Volleyball oder Basketball alles umsetzen, was du ihm zeigst.“ Schimmers Talent ist nicht lange unbekannt geblieben und so verpflichtete die SpVgg Unterhaching den 1,85 Meter großen Mittelstürmer zur Saison 2017/18. Der „Bomber“ zahlt das ihm entgegengebrachte Vertrauen mit aktuell zehn Saisontoren zurück. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es deutlich mehr Treffer hätten sein können.

Die Bilanz gegen die Fortuna:

Bereits 17 Spiele haben beide Mannschaften gegeneinander absolviert. Während Fortuna Köln sieben Erfolge feierte, ging die SpVgg Unterhaching sechsmal als Sieger vom Platz. Vier Spiele endeten unentschieden.

Hinweise zum Spiel:

Anpfiff der Begegnung des 34. Spieltags ist am Samstag um 14:00 Uhr. Die Stadiontore öffnen um 13:00 Uhr. Die Begegnung wird live aus dem Südstadion bei Magenta Sport übertragen. Zudem besteht die Möglichkeit, das Geschehen auf dem Platz über den Live-Ticker auf der Fortuna-Homepage zu verfolgen. Dieser startet etwa um 13:30 Uhr. Zudem wird das Fanradio der Südstädter vor Ort sein.

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