Wie viele Zuschauer passen ins Südstadion?
Die aktuell zugelassene Kapazität des Südstadions beträgt 9.544 Zuschauer. Diese setzt sich aus 7.500 Stehplätzen, 1.674 Sitzplätzen auf der Haupttribüne, 330 Sitzplätzen im Gästebereich sowie 20 Rollstuhlplätzen mit jeweils einem Begleiter zusammen.
Seit Beginn der Saison beschäftigt sich die Fortuna intensiv mit der Frage, wie die Kapazität des Südstadions perspektivisch erhöht werden kann. Eine Möglichkeit bietet die Neuordnung des bisherigen Bereichs „Stehplatz Mitte“. „Wir haben uns schon vor der Saison sehr intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Möglichkeiten wir haben, die Kapazität im Südstadion perspektivisch zu erhöhen“, erklärt Geschäftsführer Niklas Müller. „Ein Ansatz ist die Teilung des bisherigen Bereichs Stehplatz Mitte in die Bereiche Stehplatz Mitte links und Stehplatz Mitte rechts.“
Die Idee dahinter: Durch eine bauliche beziehungsweise organisatorische Trennung könnten die beiden Bereiche jeweils für bis zu 2.500 Zuschauer ausgelegt werden. Damit ließen sich insbesondere bei Spielen mit sehr hoher Nachfrage zusätzliche Kapazitäten schaffen. Die im Online-Ticketshop bereits sichtbare Aufteilung war zunächst allerdings eine vorbereitende Maßnahme. „Wir wollten technisch und organisatorisch vorbereitet sein, um im Laufe der Saison reagieren zu können, sobald die notwendigen Voraussetzungen geschaffen sind“, so Müller.
Eine tatsächliche Erhöhung der zugelassenen Stadionkapazität ist mit der Darstellung im Ticketshop bislang nicht verbunden. Denn dafür müssen zunächst noch einige infrastrukturelle und sicherheitsrelevante Voraussetzungen geschaffen werden. Ein Thema ist die Toilettensituation im Bereich Stehplatz Mitte. Die vorhandenen Kapazitäten sind bereits heute begrenzt. Bei einer höheren Zuschauerzahl müssten deshalb zusätzliche Toilettenanlagen geschaffen werden.
Gleiches gilt für das Catering. Auch hier müssten die vorhandenen Strukturen erweitert werden, damit eine größere Zahl an Zuschauern angemessen versorgt werden kann. Die größte Herausforderung ist allerdings die Entfluchtung. Bei einer möglichen Teilung des Bereichs Stehplatz Mitte würde ein Teil der notwendigen Entfluchtung über die rückwärtigen Fluchttreppen in den Spieler- beziehungsweise Aktivenbereich erfolgen. Der dafür vorgesehene Fluchtweg kann aktuell jedoch nicht in der erforderlichen Breite gewährleistet werden.
Grund dafür sind unter anderem die für die TV-Übertragungen der 3. Liga notwendigen Aufbauten und Wege. Dadurch wird der betreffende Bereich derzeit so eingeschränkt, dass die Anforderungen an einen entsprechenden Fluchtweg nicht erfüllt werden können. „Das ist aktuell der wesentliche Punkt, der einer Erhöhung der zugelassenen Kapazität entgegensteht“, erklärt Müller. „Bei einer größeren Zuschauerzahl müssen insbesondere die Anforderungen an die Entfluchtung vollständig erfüllt sein. Sicherheit steht für uns dabei an erster Stelle.“
Eine darüberhinausgehende Kapazität ist perspektivisch möglich, aber an konkrete bauliche, organisatorische und vor allem sicherheitsrelevante Voraussetzungen geknüpft. Die Aufteilung in „Stehplatz Mitte links“ und „Stehplatz Mitte rechts“ schafft dafür bereits eine organisatorische Grundlage. „Wir wissen, dass gerade bei Spielen mit sehr hoher Nachfrage viele Fans die Frage beschäftigt, warum nicht mehr Karten angeboten werden können“, sagt Müller. „Unser Ziel bleibt es, die Möglichkeiten des Südstadions bestmöglich auszuschöpfen. Eine Kapazitätserhöhung kann es aber nur geben, wenn alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind.“