Mink zieht den Joker Al Ghaddioui – Fortuna rettet 2:2 in Hoffenheim
„Es hat mich gefreut, dass wir endlich mal wieder ein Tor nach einem Standard gemacht haben. Wir sind nicht wirklich gut aus der Pause gekommen. Aber wir haben hintenraus den Punch gesetzt, sind drangeblieben bis zur letzten Sekunde. Jannik Mause bereitet das Tor zum 2:2 außergewöhnlich vor. Ich bin froh, dass wir so viele Stürmer unter Vertrag haben, die gleichzeitig den Punkt heute auch mitgeholt haben. Hintenraus mussten wir ein höheres Risiko gehen. Wir haben Hamadi auf der Zehn eingewechselt, aber er kann das. Es war klar, dass wir dann Chancen des Gegners zulassen. Am Ende können wir vielleicht sogar das 3:2 machen“, sagte Mink, der auf dieselbe Startelf wie beim 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf vertraute.
Bereits nach neun Minuten hatte Klaus Gjasula nach einer Ecke das 1:0 auf dem Fuß, setzte die Kugel volley jedoch über das Tor. Besser machte es nach 27 Minuten Yasin Zor. Blessing Makanda steckte den Ball auf den Torschützen durch, der die Kugel lässig über Lennart Winkler zum 1:0 ins Netz hob. Kurz darauf verhinderte Valentin Lässig auf der Torlinie den Ausgleich: Ein Schuss von Romeo Aigbekaen wurde in letzter Sekunde geklärt. Die anschließende Ecke von Robin Afamefuna köpfte Max Fischer am zweiten Pfosten unbedrängt zum 1:1 ins Netz (30.).
„Es war ein wechselhaftes Spiel. Mein erstes Drittliga-Tor freut mich sehr und dann auch noch per Kopf, da hatte ich noch etwas Nachholbedarf. Das habe ich die letzten Wochen trainiert, umso schöner, dass es heute geklappt hat. Ich widme das Tor meinen Eltern. Diese Mentalität hat uns letztes Jahr zum Aufstieg getragen und genau da machen wir weiter. Wir sind immer gefährlich, auch wenn wir 20, 30 Minuten hinterherlaufen müssen. Wir haben auch brutale Qualität auf der Bank“, sagte Fischer.
Nur sieben Minuten später schlug Hoffenheim erneut zu. Eine Ecke der Hausherren durch Florian Micheler streichelte Gjasula mit der Innenseite ins Netz, 2:1. Dann ging es in die Pause. Nach einer Stunde wechselte Fortuna-Trainer Mink gleich dreimal. Die klareren Möglichkeiten hatten allerdings weiterhin die Kraichgauer. Zor schoss den Ball mit Vollspann an die Querlatte (73.), der eingewechselte Luis Engelns setzte die Kugel knapp rechts am Tor vorbei (80.).
„Das 2:2 tut weh. Aus meiner Sicht hätten wir es verdient, das Spiel zu ziehen. Leider haben wir nicht für die Entscheidung gesorgt, dann kann immer noch was passieren. Und wir haben nicht clever genug verteidigt bis zum Abpfiff. Den Punkt nehmen wir mit und wir lernen daraus“, sagte Hoffenheims Trainer Stefan Kleineheismann.
Und dann kam der große Auftritt von Hamadi Al Ghaddioui. In der 85. Minute eingewechselt, sorgte der Routinier in der dritten Minute der Nachspielzeit aus dem Nichts für den Ausgleich. Jannik Mause tankte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und brachte den Ball flach in die Mitte. Dort stand Al Ghaddioui und vollendete zum 2:2.
„Es war ein intensives Spiel, wir wollten unbedingt noch den Ausgleich machen, der mir dann gelingt. Hoffenheim war in der ersten Halbzeit die dominierende Mannschaft, wir hatten ein paarmal Glück. Den Punkt nehmen wir mit. Jannik hat sich gut durchgesetzt, ich sehe, dass der Ball in die Mitte kommt, und er fällt genau vor meine Füße, dann hatte ich einfach“, sagte Al Ghaddioui.
Fortuna: Winkler, Afamefuna, Fischer, Al-Azzawe, Telle (61. Heister), Strauch, Stanilewicz, Thier (61. Geerkens), Bröger (85. Al Ghaddioui), Wirtz (61. Mause), Aigbekaen (75. Bornemann).
Tore: 1:0 Zor (27.), 1:1 Fischer (30.), 2:1 Gjasula (37.), 2:2 Al Ghaddioui (90.+3.).
Zuschauer: 534.