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Fortuna zu Gast bei der unberechenbaren Talentschmiede

Mit Zweitvertretungen hat die Fortuna in der Aufstiegssaison reichlich Erfahrungen gesammelt. Sie sind schwer auszurechnen, oft wie eine launische Diva: Mal Hü, mal Hott. Beim Gegner am Sonntag (19.30 Uhr) ist das nicht anders. Die TSG Hoffenheim II hat in der noch jungen Saison bereits ihre gesamte Bandbreite gezeigt.

„Die TSG hat eine sehr spielstarke Mannschaft, die in den bisherigen vier Saisonspielen einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Sowohl gegen. Regensburg als auch in Düsseldorf haben sie sehr gute Ergebnisse erzielt. Deswegen sind wir gewarnt“, sagt Trainer Matthias Mink. 

In ihrer ersten Drittliga-Saison folgte auf eine starke Hinrunde mit 31 Punkten eine Rückserie zum Vergessen. Nur drei Siege bedeuteten Platz 20 in der Rückrundentabelle. Bei der Weiterentwicklung ihrer Talente leistete Trainer Stefan Kleineheismann allerdings hervorragende Arbeit. Fast ein Dutzend Spieler aus dem Vorjahreskader schaffte den Sprung in eine der beiden höchsten Spielklassen. Sinnbildlich für diesen Weg steht Ayoube Amaimouni-Echghouyab, dessen Weg innerhalb eines halben Jahres von Hoffenheims U23 bis zur WM-Teilnahme mit Marokko führte.

Der neue Kader wird maßgeblich von Spielern geprägt, die im Mai mit der Hoffenheimer U19 die deutsche A-Junioren-Meisterschaft gewannen. Gleich zehn Talente rückten auf. Für Aufsehen sorgten zudem die Verpflichtungen von Konstantin Aleksa (Austria Wien), Jakov Dedic (Osijek) und Santino Pistrol (First Vienna), für die die TSG jeweils knapp eine Million Euro überwies. Als erfahrenen Ankerspieler holte Hoffenheim den früheren WM-Teilnehmer Klaus Gjasula aus Essen in den Kraichgau.

Vor allem der erst 16 Jahre alte Dedic machte direkt auf sich aufmerksam. Der 1,90 Meter große Hüne traf am ersten Spieltag beim 2:3 gegen Hansa Rostock und wurde damit zum zweitjüngsten Torschützen in der Geschichte der 3. Liga. Auch beim 2:0-Erfolg in Düsseldorf war der Kroate erfolgreich.

Beim 5:1 gegen Jahn Regensburg glänzte vor allem Yasin Zor mit drei Scorerpunkten. Der 20 Jahre alte Offensivspieler kam vor der Saison vom FC-Astoria Walldorf, wo er mit 15 Toren und 16 Vorlagen in 31 Spielen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Bereits in seinem ersten Spiel gegen Rostock zauberte Zor ein sehenswertes Tor ins rechte obere Eck und legte einen Treffer per Hacke auf. Zuletzt ließ er beim 0:1 in Großaspach allerdings die Chance auf den Ausgleich liegen und vergab einen Elfmeter.

„Hoffenheim II ist eine starke und individuell gut besetzte Mannschaft. Sie versuchen, Situationen immer spielerisch zu lösen“, sagt Fortunas Neuzugang Cedric Harenbrock vor der Partie im Dietmar-Hopp-Stadion.

Nächste Begegnung
vs.
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Fortuna Köln
Dietmar-Hopp-Stadion