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Jahresrückblick: Fortunas Wechselbad der Gefühle

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Das ist Grund genug, um noch einmal auf die letzten zwölf Monate zurückzublicken. Los geht es im Januar.

Nach dem Trainingsauftakt stand für Fortuna Köln zunächst der Schauinsland-Cup 2018 in Gummersbach auf dem Programm. Bei dem Hallenturnier setzten sich die Südstädter im Spiel um den dritten Platz im Neunmeterschießen gegen Arminia Bielefeld durch und ergatterten somit immerhin den Bronzerang.

Im ersten Ligaspiel im neuen Jahr folgte am 20. Januar ein 1:0 der Fortuna gegen den FC Carl Zeiss Jena. Weitere Siege gegen Wiesbaden, die U23 von Werder Bremen, Halle, Chemnitz und Lotte schlossen sich an. Nachdem die Fortuna zwischenzeitlich sogar vom Aufstieg in die 2. Liga träumen durfte, endete die Saison letztlich mit 54 Punkten und einem guten achten Platz.

Nicht so gut lief es hingegen im Mittelrhein-Pokal. Im Halbfinale am 8. Mai ging es für die Fortuna in den Sportpark Höhenberg zum heiß ersehnten Stadtderby gegen Viktoria. Im Spiel um den Finaleinzug mussten sich die Südstädter mit 0:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Dabei agierte die Mannschaft von Uwe Koschinat 90 Minuten in Unterzahl.

Dafür gab es immerhin abseits des Spielfeldes etwas im Verein zu feiern: Fortuna Köln wurde in diesem Jahr 70 Jahre alt.

In der neuen Saison wollte die Fortuna natürlich an die Erfolge aus der vorherigen Drittliga-Serie anknüpfen. Die Vorzeichen standen gut. Zwar verlies unter anderem Stürmer Daniel Keita-Ruel die Kölner in Richtung Fürth, doch mit Sebastian Schiek, Michael Eberwein, Benjamin Pintol, Moritz Hartmann, Kwame Yeboah, Nikolai Rehnen und später Steven Ruprecht durften die Südstädter einige namhafte Neuzugänge begrüßen.

Auch strukturell veränderte sich bei der Fortuna einiges. Mit Erreà gab es einen neuen Trikotsponsor und Mitte Juli ging ein neuer Fanshop online.

Aus sportlicher Sicht begann die neue Saison für Trainer Uwe Koschinat und sein Team mit einem Fehlstart. Im ersten Heimspiel am 28. Juli hagelte es im heimischen Südstadion ein 1:4 gegen Preußen Münster. Es folgte ein 2:1-Auswärtserfolg beim Halleschen FC, der bisher eine sehr starke Saison spielt. Im Anschluss stabilisierte sich die Fortuna und pendelte sich im Mittelfeld der Tabelle ein.

Mitte Oktober gab es dann allerdings eine Überraschung: Uwe Koschinat bat die Fortuna Köln Spiel­betriebs­gesell­schaft nach siebenjähriger Zusammenarbeit um Vertragsauflösung und wechselte in die 2. Liga zum SV Sandhausen. Zunächst übernahmen André Filipovic, Andre Poggenborg und Christian Osebold die Verantwortung. Zwei Wochen nach Koschinats Wechsel wurde dann Tomasz Kaczmarek als neuer Cheftrainer vorgestellt.

Der 34-Jährige erwischte mit seiner Mannschaft einen klassischen Fehlstart. 0:7 gegen den SV Wehen Wiesbaden und 0:6 gegen die SpVgg Unterhaching lauteten die ersten Ergebnisse. „Nach dem Weggang von Uwe Koschinat war eine deutliche Verunsicherung bei den Spielern spürbar. Das war auch für unseren neuen Trainer eine sehr schwierige Situation“, beurteilt Michael W. Schwetje, Geschäftsführer der Spiel­betriebs­gesell­schaft, die damalige Lage rückblickend. „Eines ist aber auch klar. Gerade in so schweren Momenten gilt es, Zusammenhalt zu demonstrieren.“

In den letzten vier Spielen der Hinrunde war mit Ausnahme der 0:3-Niederlage in Meppen eine Steigerung erkennbar. Immerhin erkämpfte die Fortuna dabei drei Unentschieden aus vier Partien. „Gerade im Spiel gegen München, in dem wir nach dem Platzverweis von Maik Kegel lange in Unterzahl spielten, hat die Mannschaft Teamgeist bewiesen“, so Schwetje. „Beim 1:1 in Großaspach hat das Team nach dem Rückstand Moral gezeigt und noch den Ausgleich erzielt.“

Am ersten Rückrunden-Spieltag und der letzten Partie vor der Winterpause war Fortuna Köln bei Preußen Münster zu Gast. Hierbei gab es mit dem 2:0 den ersten Erfolg nach sieben sieglosen Ligaspielen in Folge.

Schwetje: „Wir wissen, dass wir aus sportlicher Sicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Doch jetzt gilt es, die Karre zusammen aus dem Dreck zu ziehen. Das können wir nur gemeinsam und mit dem Rückhalt unserer Fans schaffen. Deshalb appelliere ich noch einmal an alle, die es gut mit der Fortuna meinen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Dann werden wir auch in der Lage sein, die Klasse zu halten.“

Schwetje fährt fort: „Zum Jahresabschluss möchte ich nicht versäumen, mich noch einmal bei allen Partnern, Fortuna-Fans, Trainern, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern für die Unterstützung zu bedanken. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.“

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