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„Für mich ist Fortuna immer wie nach Hause kommen“

Andreas Moog spielte in der NRW-Liga für die Fortuna, er kehrte später nochmal als spielender Co-Trainer bei der U23 zurück. Seit der Saison 22/23 ist er Athletiktrainer in der Kölner Südstadt. Wir sprachen mit ihm unter anderem über seinen veränderten Aufgabenbereich nach dem Aufstieg in die 3. Liga.

Andy, du bist seit Beginn dieser Saison hauptamtlicher Athletik-Trainer bei der Fortuna. Inwieweit hat sich dein Aufgabengebiet im Vergleich zur Regionalliga geändert?

„Vom Prinzip her haben sich meine Aufgaben nicht verändert. Es ist aber individueller geworden. Umfang, Intensität und Planung sind insgesamt mehr geworden. Das liegt auch an der neuen Liga. Wie sieht zum Beispiel eine Regeneration aus, wenn du fünf Stunden im Bus gesessen hast und mitten in der Nacht ankommst? Da bedarf es schon deutlich mehr Vorbereitung. Ich kann mich jetzt auch stärker beim Aufwärmen oder bei der Betreuung angeschlagener Spieler einbringen. Das war vorher so nicht möglich.“

Du hast mit dem jetzigen Co-Trainer Hamdi Dahmani vor knapp 20 Jahren bereits unter Trainer Matthias Mink in der NRW-Liga zusammengespielt. Wie ist es, wenn man sich so lange kennt und dann wieder als Team arbeitet?

„Unabhängig von der Fortuna habe ich in zwei weiteren Vereinen mit Hamdi gespielt und gearbeitet. Irgendwie sind wir uns immer wieder über den Weg gelaufen. Er ist ein feiner Mensch und ein Wahnsinnstyp. Deshalb habe ich schon immer gerne mit ihm gearbeitet. Es macht die Zusammenarbeit deutlich einfacher, wenn du dich so lange kennst, weißt du, wie der andere tickt und welche Werte er vertritt. Wir ergänzen und unterstützen uns sehr gut.“

Ist es in deinem Bereich von Vorteil, selbst bis zur Regionalliga aktiv gewesen zu sein?

„Definitiv. Ich weiß, was für mich selbst gut funktioniert hat, um körperlich fit zu sein. Ich weiß aber auch, was nicht funktioniert hat und was man besser weglässt. Letztendlich geht es darum, dass die Spieler am Wochenende bestmöglich performen können. Alles andere drumherum sind unterstützende und präventive Maßnahmen. Die Spieler sollen so stabil sein, dass bei Zweikämpfen oder Ermüdungserscheinungen keine Verletzungen provoziert werden und sie möglichst die drei Punkte holen können. Höher, schneller, weiter, aber alles mit der richtigen Dosierung.“

Du bist vor knapp zehn Jahren als spielender Co-Trainer zur zweiten Mannschaft der Fortuna zurückgekehrt. Was bedeutet dir dieser Verein?

„Ich habe zweimal hier gespielt und versucht, den Jungs meine Werte und Erfahrungen mitzugeben. Sechs Jahre lang waren die Langzeitverletzten der Fortuna in der 3. Liga bei mir in der Reha bei Physio Rinke. Ich bin mit den Fans, dem Präsidium und Matthias Mink immer in Kontakt geblieben. Fortuna ist ehrlich, bodenständig und familiär. Für mich ist das immer wie nach Hause kommen. Ich halte mich hier sehr gerne auf und bin deswegen immer noch da.“

2012 hast du als Ersatzspieler beim NRW-Liga-Spiel zwischen Viktoria Köln und dem KFC Uerdingen ein sicheres Tor verhindert, indem du das Feld betreten hast. Würdest du das heute noch einmal machen?

„Das ist sicher nichts Glorreiches. Das hatte nichts mit den sportlichen Werten zu tun, die ich normalerweise vertrete. Dementsprechend steht das nicht zur Debatte, dass so etwas noch einmal passieren könnte. Ich habe in dem Moment nicht darüber nachgedacht. Ich war immer dafür zuständig, Tore zu verhindern, also habe ich den Ball einfach weggeknallt. Das eine Mal war aber schon einmal zu viel.

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