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Fortuna Köln weiter stark – 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Düren

Fortuna Köln setzt den positiven Trend fort und siegt gegen den 1. FC Düren 3:2. In der ersten Halbzeit konnte ein dominantes Fortuna Köln völlig verdient mit 2:0 in Führung gehen. Lars Lokotsch (6.) und Sascha Marquet (31.) erzielten die Treffer im ersten Durchgang. Die Gäste konnten mit einem Doppelschlag nach der Halbzeit durch David Bors (47.) und Marc Brasnic (51.) zwischenzeitlich ausgleichen. Am Ende erzielte Dustin Willms den 3:2-Siegtreffer in der 78. Minute.

Gäste-Trainer Giuseppe Brunetto tauschte im Vergleich zur 0:4-Schlappe vom vergangenen Wochenende gleich vier Mal. Für David Bors, Finn Stromberg (beide Bank), Adis Omerbasic und Markus Wipperfürth (beide nicht im Kader) starteten Jannis Becker, Vincent Geimer sowie die Ex-Fortunen Marc Brasnic und Mike Owusu. Mit Dennis Brock stand ein dritter Spieler mit rot-weißer Vergangenheit in der ersten Elf.

Fortuna-Coach Markus von Ahlen vertraute derselben Startelf wie beim jüngsten 2:1-Sieg auf dem Tivoli in Aachen. Serkan Göcer kehrte in den Spieltagskader zurück, nachdem er und seine Familie am vergangen Wochenende Nachwuchs bekommen hatten. Ansonsten liefen wieder Adrian Stanilewicz und Maik Kegel, die zuletzt schon gut harmonierten, auf der Doppelsechs auf.

Fortuna Köln zeigte die wohl beste erste Halbzeit der Saison und dominierte auf ganzer Linie. Maßgebend war der frühe Treffer bereits in der 6. Minute. André Weis spielte einen langen Ball, der von Dustin Willms per Kopf zu Lars Lokotsch verlängert wurde. Dieser setzte sich gekonnt mit einer Drehung gegen zwei Männer durch, sprintete bis in den Strafraum und schloss cool und überlegt ab. Seinen Schuss konnte der herauseilende Gäste-Keeper Jannick Theißen nicht parieren. In der Folge konnten sich die Hausherren weiter teils hochkarätige Chancen herausspielen. Meist fehlte aber die letzte Konsequenz oder die Dürener Spieler bekamen im letzten Augenblick ein Bein dazwischen. So verzog Stipe Batarilo aus zehn Metern deutlich (13.) und Sascha Marquet wurde aus ähnlicher Position gerade noch geblockt (19.). Der 1. FC Düren zeigte in Halbzeit eins eine überraschend schwache und passive Leistung und wurde nur einmal durch Ex-Fortune Mike Owusu gefährlich. Der dribbelstarke Offensivmann konnte sich gegen drei Männer durchsetzen und scheiterte am Ende nur an Weis (22.). Das sportliche Highlight der Partie kam dann in der 31. Minute. Adrian Stanilewicz hatte am Strafraum viel Platz und zog einfach mal ab. Sein Schuss wurde abgeblockt und flog direkt zu Marquet. Der Linksaußen stieg hoch und setzte das Leder artistisch wie gekonnt per Fallrückzieher in die Maschen. Torhüter Theißen war durch den abgeblockten Schuss schon in der anderen Ecke. Die 2:0-Führung war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient. Fast im direkten Anschluss hatte Lokotsch das dritte Tor auf dem Fuß, wurde aber von Jannis Becker geblockt. Das hätte die Entscheidung sein können, da Düren doch sehr große Probleme mit der Fortuna aus Köln offenbarte.

Zur Halbzeit wechselte Gäste-Coach Brunetto, brachte David Bors und fand wohl die richtigen Worte in der Kabine. Denn der 1. FC Düren benötigte lediglich sechs Minuten, um die Partie auszugleichen. Zunächst stach Joker Bors nach einer Ecke zu, als die Kölner den Ball nicht klären konnten und Bors das Durcheinander gedankenschnell zum Anschlusstreffer nutzte (47.). Nur vier Minuten später zeigte der Unparteiische Jonah Samuel Njie Besong auf den Punkt. In einer unübersichtlichen Situation kam ein Spieler der Gäste nach einem leichten Kontakt von Maik Kegel im Kölner Strafraum zu Fall und holte so etwas glücklich den Elfmeter heraus. Den Strafstoß nutzte der ehemalige Fortuna-Spieler Brasnic eiskalt zum 2:2-Ausgleich (51.). Als die Spieler und das mit 2.445 Zuschauern gut besuchte Südstadion sich noch die Augen ob des verkehrten Spielverlaufs rieben, spielte Düren munter weiter nach vorne und hatte in der 54. Minute sogar die große Gelegenheit in Führung zu gehen. Wieder war Bors beteiligt, konnte den Ball sogar an Weis vorbei legen, Jan-Luca Rumpf rettete allerdings noch kurz vor der Torlinie. In der Folge konnte sich Fortuna Köln von diesem Schock erholen und erlangte die Spielkontrolle zurück, erspielte sich aber nicht mehr so viele Chancen wie in der ersten Halbzeit herausspielen. Dies lag auch an deutlich verbesserten Gästen aus Düren. Sehenswert wurde es dann wieder in der 78. Minute durch den Spieler des Spiels: Dustin Willms. Eine Hereingabe von rechts nahm der Flügelstürmer direkt aus der Luft mit viel Gefühl. Torwart Theißen konnte nur dabei zusehen wie Willms das Spielgerät wunderschön über ihn und ins Tor hob. Die Kölner Führung war dadurch wieder hergestellt und ging auch völlig in Ordnung. In der letzten Viertelstunde schaffte der FCD es nicht mehr, ernsthaften Druck aufzubauen. Die letzte spektakuläre Szene gehörte dann noch mal dem verdienten Sieger, als Theißen bei einem Freistoß mit nach vorne geeilt war. Der Ball wurde geklärt und so machte sich der eingewechselte Kingsley Sarpei, verfolgt von zwei Dürenern, auf die lange Reise mit dem Ball in Richtung gegnerischer Hälfte. Sein Versuch, das leere Tor aus gut 30 Metern zu treffen, wurde letztendlich vom letzten Mann in dunkelblau abgefangen (90.+1). So blieb es beim 3:2 und Fortuna Köln feierte den nächsten Dreier.

Nächste Woche geht es für Fortuna Köln nach Mönchengladbach zur U23 der Fohlen und das Team wird versuchen, an die starken Leistungen anzuknüpfen.

Nächste Begegnung
vs.
Fortuna Köln
Wuppertaler SV
Köln, Südstadion