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Flutlicht-Derby am Geißbockheim: Fortuna will vorlegen

Flutlicht. Freitagabend. Heimspiel in Sülz. Als Tabellenführer der Regionalliga West biegt die Mannschaft von Trainer Matthias Mink auf die Zielgerade ein, fünf Spieltage vor Schluss ist der Aufstieg zum Greifen nah. Rund 1.500 Fans werden das Team ins Franz-Kremer-Stadion begleiten und das Auswärtsspiel ab 19.30 Uhr gefühlt zu einem Heimspiel machen.

Das überzeugende 4:1 gegen die U23 des FC Schalke 04 hat Eindruck hinterlassen. „Die Mannschaft hat insgesamt sehr gut gespielt. Viele Spieler waren in einer guten Verfassung und waren sehr fokussiert in diesem Spiel. Das wird auch in den nächsten fünf Spielen wichtig sein“, sagt Mink. Denn auch wenn die Fortuna vorlegen kann und die Konkurrenz aus Oberhausen erst am Samstag in Lotte nachziehen muss: Ein Derby folgt seinen eigenen Gesetzen. Die jüngsten Duelle mit der U23 des 1. FC Köln waren nichts für schwache Nerven, zweimal 3:3, voller Wendungen und Emotionen. 

Doch Mink lässt sich davon nicht beeinflussen: „Wir müssen unser Ding machen, wie wir es in den letzten Wochen und Monaten häufig sehr gut hinbekommen haben. Auch da haben wir uns nicht mit den Themen des Gegners beschäftigt. Ich orientiere mich auch nicht an den letzten Derbies am Geißbockheim. Da erwartet uns jetzt eine komplett andere Mannschaft. Wir sind ein gewachsenes Team mit guten Abläufen und Automatismen. Natürlich wollen wir gewinnen. Ich gehe fast von einem Heimspiel aus und ich hoffe auf eine außerordentliche Unterstützung.“

Sechs der letzten sieben Spiele gingen verloren. Die U23 des FC bringt trotz der durchwachsenen Ergebnisse viel Qualität mit. Junge, hungrige Spieler, viel Tempo und individuelle Klasse. Namen wie Fynn Schenten und Youssoupha Niang stehen sinnbildlich dafür, dazu kommen torgefährliche Akteure wie Sargis Adamyan und Bernie Lennemann. Mink warnt: „Offensiv haben sie eine hohe individuelle Qualität und wie das bei U23-Mannschaften häufig der Fall ist auch sehr viel Tempo. Diese müssen wir weitestgehend eliminieren. Sie haben nicht viele Möglichkeiten in dieser Saison herausgespielt, aber sie wissen diese zu nutzen. Sie haben immerhin 45 Tore erzielt. Das ist schon ein sehr guter Wert.“

Für einen wird dieser Abend besonders emotional: Georg Strauch kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Elf Jahre trug er das Trikot des 1. FC Köln, kam als 13-Jähriger ans Geißbockheim und absolvierte 119 Spiele für die U23. Nun steht er auf der anderen Seite, und hat ein klares Ziel vor Augen: „Die Jungs vom FC werden heiß sein, auch wenn sie gerade nicht auf der Erfolgswelle schwimmen. Für sie ist es ein Spiel gegen den Tabellenführer. Da können sie sich individuell nochmal für andere Aufgaben empfehlen. Sicher werden viele Scouts im Stadion sein. Auch wenn es für mich ein spezielles Spiel wird, fahren wir vor allem ans Geißbockheim, um zu gewinnen. Schließlich haben wir ein großes Ziel, das wir erreichen wollen.“

Nächste Begegnung
vs.
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