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"Dieser Elfmeter war echt eine Katastrophe!"

 

Stephan Glaser (32) ist der Kapitän des S.C. Fortuna Köln und hat, vor allem mit seinen zahlreichen Torvorlagen, in der letzten Saison entscheidend zum Aufstieg in die NRW-Liga beigetragen. Zudem kann er sogar auf sieben Einsätze in der 2. Bundesliga für den 1.FC Köln zurückblicken, mit dem er im Jahr 2000 sogar in die Bundesliga aufstieg. Beim letzten Heimspiel gegen Arminia Bielefeld II erlebte er eine Situation, die man als Fußballer nun wirklich nicht erleben möchte. Grund genug, einmal mit ihm darüber zu sprechen.

 

deinfussballclub.de: Hallo Stephan, wie hast Du am letzten Sonntag geschlafen?

Stephan Glaser: Ich weiß, worauf ihr hinauswollt: ganz schlecht. Dieser Elfmeter war echt eine Katastrophe. Daniel Blankenheim war ja eigentlich als Schütze vorgesehen, aber als der Schiri auf Elfmeter entschied, hat er mir den Ball gegeben und meinte: "Schieß du, ich habe den Eindruck, du bist gut drauf." In den Traininingseinheiten zuvor hatte ich immer sicher verwandelt und bei diesem Elfmeter wollte ich rechts in die Ecke treffen - hat aber nicht geklappt, weil der Torwart ganz kurz in diese Ecke gezuckt und dann einfach stehengeblieben ist. Wenn der Ball reingegangen wäre, hätten wir das Spiel gewonnen, da bin ich sicher.

deinfussballclub.de: Fünf Spiele sind in der NRW-Liga absolviert - wie lautet Deine erste Bilanz?

Stephan Glaser: In dieser Liga kann wirklich jeder jeden schlagen. Die Ergebnisse zeigen, dass man keine Mannschaft unterschätzen darf. Wir müssen wirklich in jedem Spiel 100 Prozent abrufen, denn alle Spieler sind technisch und taktisch sehr gut ausgebildet. In der Verbandsliga gab es in jedem Spiel noch zwei oder drei Torchancen, die durch Abwehrfehler entstanden sind - das gibt es in der NRW-Liga nicht mehr.

deinfussballclub.de: Trotz der vielen Neuzugänge macht das Team einen sehr homogenen Eindruck - nimmst Du dies als Mannschaftskapitän genauso wahr?

Stephan Glaser: Das sehe ich genauso. Der Geist in der Mannschaft ist wirklich gut. Das liegt vielleicht auch daran, dass viele der Spieler aus Köln oder dem Umland kommen. So etwas stärkt das "Wir-Gefühl". Den Punktgewinn in Duisburg führe ich auch darauf zurück, da ist wirklich einer für den anderen gelaufen.

deinfussballclub.de: Du hast in Deiner Sportlerkarriere schon eine Menge erlebt. Wie sehen Deine persönliche Ziele aus?

Stephan Glaser: Mein Traum war es, Fußballprofi zu werden und ich hätte mir natürlich gewünscht, dass es beim 1.FC Köln besser läuft. Jetzt macht es mir hier bei der Fortuna und in dieser Liga ebenfalls eine Menge Spaß. Das, was wir hier im Augenblick alle gemeinsam erleben, ist nicht so selbstverständlich - und das versuche ich auch den jüngeren Spielern immer wieder klarzumachen.

 

 

 

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