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Der nächste Gegner: Vom Aschenputtel zur Prinzessin

Die Wandlung, die die Alemannia im Laufe der letzten Saison vollzog, war beeindruckend. 21 Punkte in der Hinrunde, Platz 17, Abstiegsplatz. 43 Punkte in der Rückrunde, Platz zwei, Aufstiegsplatz. Am Ende landete Aachen auf Platz sieben, sechs Punkte hinter dem Relegationsrang. Ein paar Spieltage mehr, wer weiß…

Lars Gindorf (28 Tore, elf Assist)) und Mika Schroers (21 Tore, zwölf Assist) waren die Protagonisten einer überragenden zweiten Saisonhälfte. Das kongeniale Duo schoss die Netze der Gegner in der 3. Liga regelmäßig kaputt. Während Gindorf in die 2. Liga zu Hannover 96 aufstieg, ist Schroers weiter am Tivoli, wenngleich sich seit Wochen Wechselgerüchte um ihn ranken. Zunächst einmal ist er mittlerweile fest von Arminia Bielefeld verpflichtet worden. 

Beim 4:1 gegen den SC Verl am Sonntag stand der 24-Jährige erneut im Mittelpunkt, allerdings mit Licht und Schatten. Zunächst ermöglichte er den Gästen mit einem kapitalen Abspielfehler die 1:0-Führung, ehe er in der zweiten Hälfte den Schalter umlegte und selbst zum 2:1 traf. Den Ausgleich hatte zuvor der ebenfalls umworbene zentrale Mittelfeldspieler Faton Ademi erzielt.

Die Veränderungen im Kader hielten sich insgesamt in Grenzen. Trainer Mersad Selimbegović kann auf eine weitgehend eingespielte und gefestigte Mannschaft zurückgreifen. Sportchef Rachid Azzouzi scheint allerdings, wie bereits im Vorjahr, in der Schlussphase des Transfersommers noch einmal aktiv werden zu wollen. Mit Nathan Bitumazala (KAS Eupen), Daniel Starodid (Eintracht Frankfurt II), Ken Izekor (Bayer Leverkusen U19), Georg Ermolaev (SC Paderborn U23) kamen Offensivspieler, die gemeinsam die Lücke von Gindorf schließen sollen. 

Bitumazala wurde bei Paris Saint Germain ausgebildet und kennt seinen Trainer bereits aus der Zeit in Belgien. Der 22 Jahre alte Starodid beeindruckte gegen Verl mit seiner robusten Körperlichkeit und seinem Durchsetzungsvermögen. Mit 19 und Toren und acht Vorlagen hatte er sich beim Aufsteiger aus der Hessenliga für höhere Weihen empfohlen und er machte am Tivoli mit einem Assist und dem Tor zum 4:1 gleich da weiter, wo er in der fünften Liga aufgehört hatte.  

Auch im Tor hat sich etwas getan. Der 24 Jahre alte Franzose Stefan Bajic, der von Racing Straßburg kam, hat den Konkurrenzkampf mit Routinier Manuel Riemann zunächst für sich entschieden. Im Mittelfeld verstärken zudem der ehemalige Kölner Meiko Wäschenbach vom Karlsruher SC und Louis Köster von Holstein Kiel den Kader.

Am Mittwoch legte die Alemannia mit einem gebürtigen Aachener nach. Wie der TSV bekanntgab, wird Kacper Koscierski vom VfL Bochum ausgeliehen. In der vergangenen Saison kam der Rechtsverteidiger elfmal in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Zudem gehörte Koscierski in diesem Sommer zum Aufgebot der U19, das bis ins Finale der Europameisterschaft vorstieß.

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