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Das Ende einer Serie: 0:2 in Überzahl auf der Kraterlandschaft

Ausgerechnet der Tabellenletzte der 3. Liga beendet den Heimnimbus der Fortuna. Der SV Wehen Wiesbaden hat am Mittwochabend die Festung Südstadion erobert und der Fortuna die erste Heimniederlage seit November 2024 zugefügt. 0:2 hieß es am Ende vor 3.215 Zuschauern, und dass, obwohl die Gäste eine halbe Stunde lang in Unterzahl spielen mussten. Ein bitterer Abend für die Südstädter, die vor allem an ihrer fehlenden Effektivität scheiterten.

„Wir hatten eine schlechte Anfangsphase, in der der Gegner mit seiner individuellen Qualität immens Druck gemacht hat. So fällt dann auch das 0:1. Wir hatten genug Situationen und Abschlüsse in der Box, aber wir hatten heute nicht diese Klasse, dann die Tore zu machen. Das war der Knackpunkt“, sagte Trainer Matthias Mink. „Wir sind gut zurückgekommen, dann fällt das 0:2. Der Platz ist eine Katastrophe, das ist eine Kraterlandschaft. Dann wird es trotz Überzahl gegen einen tief stehenden Gegner umso schwerer, Fußball zu spielen.“

Mink hatte seine Startelf auf drei Positionen verändert. Für Nico Thier, Neo Telle und Enzo Wirtz begannen Florian Heister, Hamadi Al Ghaddioui und Tom Geerkens. Doch den Ton gaben zunächst die Hessen an. Lennart Winkler parierte einen Versuch von Niklas May (5.). Acht Minuten später war der Kölner Keeper dann machtlos: Kapitän Robin Afamefuna attackierte Roberto Massimo zu zögerlich, der Wiesbadener zog in den Strafraum und vollendete sehenswert mit dem rechten Außenrist in die linke Ecke zum 0:1 (13.).

Die Fortuna brauchte etwas, fand dann aber immer besser ins Spiel. Adrian Stanilewicz scheiterte mit einem verdeckten Schuss an Keeper Florian Stritzel (26.), Bennit Bröger setzte einen Distanzschuss knapp über das Tor (43.). Die Kölner waren dran, doch statt des Ausgleichs folgte unmittelbar vor der Pause der nächste Rückschlag. Nach einer Flanke von Tarik Gözüsirin fiel Ben Nink der Ball am langen Pfosten vor die Füße. Über Moritz Flotho landete das Leder schließlich im rechten Eck, 0:2 (44.).

„Wir haben eine gute Leistung gezeigt, hatten viele Chancen, waren aber nicht effektiv. Das wird in der Liga direkt bestraft“, sagte Florian Heister. „Nach der Gelb-Roten Karte ist uns der Anschlusstreffer nicht gelungen. Dann wäre es noch einmal spannend geworden.“

Denn nach dem Seitenwechsel drängte die Fortuna. Romeo Aigbekaen hatte gleich zweimal die Chance auf den Anschlusstreffer (47., 52.), seine Direktabnahme strich nur knapp am langen Pfosten vorbei. Auch Bennit Bröger kam zum Abschluss (51.). Dann sah Ayoub Chaikhoun die Gelb-Rote Karte, und plötzlich war die Fortuna für mehr als eine halbe Stunde in Überzahl.

Doch die große Schlussoffensive blieb aus. Die Fortuna hatte viel Ballbesitz, lief immer wieder an, fand gegen die tief stehenden Wiesbadener aber kaum noch Lösungen. Zu ungenau waren die Flanken, zu selten wurde es im Strafraum wirklich gefährlich. Die beste Gelegenheit in der Schlussphase hatte noch der eingewechselte Cedric Harenbrock mit einer direkt aufs Tor gezogenen Ecke (85.).

„Wir sind unabhängig vom Tabellenplatz mit breiter Brust aufgetreten. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht. Als der Gegner ein bisschen aufkam, haben wir eiskalt zugeschlagen“, sagte Gäste-Trainer Frank Steinmetz. „Am Ende war es eine Mentalitätsgeschichte.“

Fortuna: Winkler, Afamefuna (57. Krumme), Fischer, Al-Azzawe, Heister (77. Bornemann), Geerkens, Strauch, Stanilewicz (67. Wirtz), Bröger, Al Ghaddoui (57. Mause), Aigbekaen (77. Harenbrock). 

Tore: Massimo 0:1 (13.), 0:2 Flotho (44.). 

Gelb-Rote Karte: Chaikhoun (Wiesbaden/60.).

Zuschauer: 3.215.

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