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Viel Aufwand, keine Punkte: Fortuna verliert auch gegen Würzburg

Die nächste bittere Enttäuschung: Auch im sechsten Anlauf hat die Fortuna ihren ersten Heimsieg in der Drittliga-Saison verpasst. Vor 3.012 Zuschauern unterlag die Mannschaft am Samstagnachmittag den Würzburger Kickers mit 1:2. Dabei war der Sieg durchaus schmeichelhaft für die Gäste, die nach einer weitgehend ereignisarmen zweiten Halbzeit ihre einzige echte Torchance zum entscheidenden Treffer nutzten. Wie schon eine Woche zuvor in Münster stand die Fortuna am Ende trotz großen Aufwands mit leeren Händen da.

„Jeder wusste, dass es ein wichtiges Spiel war. Das war der Mannschaft zu Beginn anzumerken. Dem 0:1 geht ein dummer Ballverlust voraus, danach wurden wir mutiger und risikoreicher. Folgerichtig gab es die Elfmetersituationen. Das war frustrierend für das Team, dass der zweite Elfmeter nicht reinging. Nach der Pause haben wir gegen den tiefen Block viel Druck erzeugt. Aber es fehlte der letzte Punch. Und dann patzen wir genau wie in Münster in einer Situation. Das ist extrem ärgerlich. Viel Invest reicht nicht. Zwei Tore hätten wir machen müssen“, sagte Trainer Matthias Mink, der gegen die Kickers auf ein 4-2-3-1-System mit Hamadi Al Ghaddioui als Wandspieler setzte.

Bereits nach vier Minuten hatte Seymour Fünger nach einem weiten Einwurf von Nico Thier die Führung auf dem Fuß. Doch Marko Rajkovacic parierte reflexartig. In der 26. Minute vertändelte Georg Strauch den Ball im Mittelfeld. Tarsis Bonga bediente Pedro Muteba auf der rechten Seite, der den Ball flach ins linke untere Eck zum 0:1 schoss. Zehn Minuten später setzte sich Al Ghaddioui gegen David Kinsombi durch und bediente mustergültig den freistehenden Timo Bornemann. Dessen Direktabschluss hatte den Würzburger Torhüter bereits überwunden, doch Dominik Meisel klärte im Fallen mit dem rechten Fuß auf der Torlinie.

Zwei Minuten vor der Pause steckte Al Ghaddioui den Ball auf Bornemann durch. Ebrahim Farahnak brachte den Angreifer zu Fall. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Romeo Aigbekaen halbhoch ins linke Eck zum 1:1. Nach 403 torlosen Minuten hatte die Fortuna endlich wieder getroffen. Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es erneut Strafstoß für die Kölner. Dieses Mal hatte Farahnak Aigbekaen gefoult. Hamadi Al Ghaddioui übernahm die Verantwortung, scheiterte mit seinem zu schwach geschossenen Versuch aber an Marko Rajkovacic, der mühelos parierte (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel übernahm die Fortuna zunehmend die Initiative und setzte Würzburg mit zahlreichen Standardsituationen und Flanken unter Druck. Die ganz großen Torchancen blieben allerdings aus. Und während die Kölner vergeblich auf den entscheidenden Durchbruch warteten, schlugen die Gäste eiskalt zu: Nach einem Eckball von Franjic kam Bonga im Strafraum völlig frei zum Kopfball und nickte aus rund zwölf Metern zum 1:2 ein (72.). Für die Fortuna war es der nächste Wirkungstreffer. Trotz aller Bemühungen gelang es ihr in der Schlussphase nicht mehr, die Niederlage abzuwenden.

„Beide Mannschaften haben wenig zugelassen. Zwei Elfmeter gegen uns in so kurzer Zeit vom selben Spieler, das darf nicht passieren. Zum Glück war der zweite Elfmeter nicht drin, sonst kann das Spiel komplett in eine andere Richtung laufen. Wir haben danach leidenschaftlich verteidigt und mit einem tollen Standard das 2:1 erzielt. Wir müssen natürlich besser spielen, aber wir sind froh über die drei Punkte“, sagte Würzburgs Trainer Michael Schiele.

„Der Knoten ist geplatzt, aber die drei Punkte haben wir trotzdem nicht. Es war unser klares Ziel, hier heute einen Heimsieg einzufahren. Das haben wir leider nicht geschafft. Vom Spielverlauf her ist die Niederlage unglücklich. Wir kommen nach dem Rückstand vor der Pause stark zurück. Ich hatte die Führung selbst auf dem Fuß, das wäre der Idealfall gewesen. Ich bin eigentlich ein sicherer Schütze, heute hat es leider nicht funktioniert. In der zweiten Halbzeit waren wir auch die bessere Mannschaft. Aber Würzburg macht das Tor“, bilanzierte Hamadi Al Ghaddioui.

Fortuna: Winkler, Strauch (64. Heister), Fünger, Al-Azzawe, Fischer, Stanilewicz, Krumme, Thier (64. Bröger), Aigbekaen (83. Garcia), Bornemann (75. Wirtz), Al Ghaddioui (75. Mause). 

Tore: 0:1 Muteba (26.), 1:1 Aigbekaen (43., Foulelfmeter), 1:2 Bonga (72.).

Bes. Vorkom.: Al Ghaddioui verschießt Foulelfmeter (45.2.). 

Zuschauer 3.012. 

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