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Velberter Aufholjagd im neuen Jahr

 

Im zweiten Jahr in der Regionalliga geht es für die SSVg Velbert erneut um den Klassenerhalt. Nach einer enttäuschenden Hinrunde, die mit dem letzten Tabellenplatz abgeschlossen wurde, startet die Elf von der Sonnenblume im neuen Jahr die „Mission Impossible“. Mit Lars Leese holte die SSVg einen alten Bekannten an die Seitenlinie zurück, der über den Jahreswechsel ordentlich aufräumte.

Bereits von 2011 bis 2013 war der gebürtige Kölner als Trainer bei den Velbertern verantwortlich. In seinem ersten Jahr gelang ihm der umjubelte Aufstieg in die Regionalliga West, nachdem man den SV Lippstadt in der Relegation bezwang. Das erste Jahr in der höheren Spielklasse verlief für Leese und die SSVg dabei durchaus ordentlich. Trotzdem trennte sich der Verein nach dem Pokalaus im April letzten Jahres etwas überraschend von dem Fußballlehrer. Dabei hatte man in der Liga nach einem 2:1-Erfolg gegen die Schalker Amateure zum damaligen Zeitpunkt nur zwei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer und das bei zwei Spielen weniger.

In der aktuellen Saison gab es nun den erneuten Trainerwechsel. Auf Grund der anhaltenden Erfolgslosigkeit trennte sich die SSVg im letzten November von Hans-Günter Bruhns und installierte Leese als neuen Cheftrainer. Nach drei Niederlagen zum Ende des letzten Jahres war für den 44-Jährige speziell die Arbeit über den Jahreswechsel entscheidend, um eine mögliche Wende vorzubereiten. Als einer der wenigen Regionalligisten bereitete sich Velbert dank eines kurzfristigen Gönners in einem Trainingslager auf die Rückrunde vor. Anstatt bei Kälte in der Christopeit Sport Arena sollten somit im türkischen Belek die Grundlagen für die „Mission Impossible“ gelegt werden.

Arbeit im Kopf und am Kader

Neben der Arbeit an der körperlichen Fitness dürfte Leese besonders als Psychologe gefragt gewesen sein. Es galt das enttäuschende erste Halbjahr aus den Köpfen zu bekommen. Nur ein Sieg und insgesamt sechs Punkte standen am Jahresende zu Buche. Der Abstand auf das rettende Ufer war zu dem Zeitpunkt bereits auf zwölf Punkte angewachsen. „Die Jungs sollten zum Jahreswechsel abschalten und einfach mal nicht an Fußball denken. Sie sollten sich selbst „reseten“, um die Lust am Fußball zurück zu gewinnen“, beschreibt Leese das neue Jahr als Neuanfang.

Neben der Arbeit auf dem Platz gestaltete der neue Cheftrainer zudem den Kader um: Nach ihrer Verpflichtung im Sommer des letzten Jahres mussten Boztepe, Kalski, Rrustemi, Somuah und Wassinger ihre Zelte an der Sonnenblume schon wieder abbrechen. Besonders der Abgang von Mehmet Boztepe, der in die Türkei wechselte, sorgte für Schlagzeilen. Mit dem Vorwurf der Verein würde seine Versprechungen nicht halten, verließt Mehmet Boztepe die SSVg Velbert im Streit.

Neues Personal und viel Elan

Neben mehr Ruhe sollen nun Pozder, Holt und Mbona helfen, die Hinrunde vergessen zu machen. Dabei wartet Stürmer Denis Pozder jedoch noch auf seine Spielberechtigung. Trotzdem lief das neue Jahr äußerst vielversprechend an. Nach dem 2:2 in letzter Minute beim KFC Uerdingen dürfte die SSVg der psychologische Sieger gewesen sein. Entsprechend selbstbewusst und souverän konnte man anschließend einen Big Point bei der SG Wattenscheid landen. Spätestens nach dem Unentschieden gegen die U23 Schalke 04 dürfte mit den Velberter wieder zu rechnen sein. Dabei war es wie schon gegen den KFC Uerdingen Kevin Hagemann, der gegen die Schalker spät noch den Ausgleich erzielen konnte. Vom Personal und vom Auftreten her scheint das Team der SSVg Velbert somit mit dem aus der Hinrunde nicht mehr allzu viel zu tun zu haben.

Fortuna will neue Serie starten

Nachdem das Spiel beim KFC Uerdingen am vergangenen Wochenende abgesagt werden musste, steht der Elf von Fortuna-Trainer Uwe Koschinat nun ein weiteres Heimspiel bevor. Nachdem die Serie von acht ungeschlagenen Spielen in Folge gegen Rot-Weiß Oberhausen ein Ende fand, will man im Südstadion gegen die SSVg Velbert wieder punkten, um eine neue Serie zu starten. Mithelfen kann dabei wieder Thiemo-Jérôme Kialka. Der Stürmer stieg nach seiner Nasen-Nebenhöhlen Operation bereits vor dem angesetzten Spiel gegen Uerdingen wieder ins Mannschaftstraining ein. Einzig der Einsatz von Michael Kessel ist auf Grund anhaltender Adduktorenproblemen noch ungewiss. Fehlen werden der Fortuna nach wie vor die beiden Langzeitverletzten Ozan Yilmaz und Pascal Wichmann.

Nächste Begegnung
vs.
SC Rot-Weiß Oberhausen
Fortuna Köln
Stadion Niederrhein