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Spielerkolumne von Maycoll Canizalez

Für alle Fans, die nicht wissen, woher ich komme und wie ich eigentlich zu Fortuna Köln gelang, lasst es mich euch kurz erzählen.
Mein Name ist Maycoll Canizalez. Die meisten Spieler nennen mich Miguel oder mit Spitznamen Migo. Ich bin 1982 in El Salvador, in Mittelamerika, geboren. Bis zu meinem 4. Lebensjahr lebte ich mit meiner Familie in meinem Geburtsland. Wegen des, damals dort herrschenden, Bürgerkrieges wanderten wir aus.

Meine Heimat hieß von nun an Kanada. Aufgewachsen bis zu meinem 18. Lebensjahr in Toronto, fing ich erst mit 10 Jahren an, in örtlichen Fussballvereinen zu spielen. Mit 15 Jahren, spielte ich erstmals für die kanadische Nationalmannschaft U17, später U20 und U21, wo ich mit meiner Mannschaft an der U21-Weltmeisterschaft in Argentinien teilnahm.

Es begann für mich eine wichtige Phase meiner fussballerischen Laufbahn. Mit 18 Jahren wurde ich in Kanada von Werder Bremen entdeckt und unterzeichnete einen Zweijahresvertrag mit Option. Bei den Amateuren spielte ich ganze 3 Jahre in der Regionalliga. In meinem letzten Jahr bei Werder Bremen, habe ich mich dann leider ziemlich schlimm verletzt. Ich riss mir meine Achillissehne und konnte 6-8 Monate nicht mehr spielen! Ich dachte, dies sei das Ende meiner fussballerischen Laufbahn. Vor allem passierte es auch noch gerade kurz bevor mein Vertrag bei Werder Bremen auslief! Somit verließ ich den Verein ohne Verlängerung und wechselte zu Hannover 96, wo ich einen Zweijahresvertrag unterzeichnete. Ich war etwas enttäuscht, das dies der Lauf der Dinge war und ich von nun an in der Oberliga spielte und nicht mehr in der Regionalliga. Dies war ein kleiner Rückschlag für mich.

Nach 2 Jahren kam ich zu dem Verein Toronto FC. Ein Verein der amerikanischen 1. Liga- MLS. Toronto FC ist der erste kanadische Verein in der MLS und zu dem noch meine Heimatstadt, was mich sehr glücklich machte, da ich für 1 Jahr dort unterzeichnete und so meine Familie für eine bestimmte Zeit wieder sah. Außerdem war es eine gute Erfahrung für mich, dort in der 1. Liga zu spielen und mich präsentieren zu können. Fussball bekommt in Amerika immer mehr an Bedeutung. Trotzdem, habe ich mich entschieden wieder nach Deutschland zurück zu kehren. Dies hatte hauptsächlich damit zu tun, das ich jetzt eine eigene Familie hier in Deutschland habe. Schnell musste ich mich neu orientieren und unterzeichnete beim Bonner SC, wo ich einen super Aufstieg in die Regionalliga miterleben - und vor allem auch meinen fussballerischen Beitrag dazu leisten - konnte.

Jetzt bin ich hier bei Fortuna Köln und wünsche mir einen Aufstieg mit der Mannschaft und das wir nächstes Jahr für den DFB Pokal spielen! Ich bin optimistisch und glaube fest daran, dass wir es schaffen!

Nächste Begegnung
4:1
SV Rödinghausen
Fortuna Köln
Häcker Wiehenstadion