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Galjens Erlösung: Stürmer trifft zum Saisonabschluss

Nach zweimaligem Rückstand hat sich die Fortuna am Samstag vor 906 Zuschauern im Stadion am Lotter Kreuz mit einem 2:2 von den Sportfreunden getrennt. In einer Partie, in der es tabellarisch für beide Teams um nichts mehr ging, sorgte ausgerechnet Dejan Galjen für den emotionalen Schlusspunkt. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung rettete er den Kölnern am letzten Spieltag der Regionalliga West mit seinem ersten Saisontreffer einen Punkt.

Es war kein Spiel voller Glanzmomente, eher eine zerfahrene Begegnung mit wenigen Chancen, und doch hatte sie ihre besonderen Geschichten. Vor allem die von Galjen. Der Winterzugang aus Regensburg hatte lange auf diesen Moment gewartet und durfte nun endlich jubeln. „Das ist ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit mein erstes Tor für Fortuna erzielt zu haben. Als Stürmer braucht man immer die Tore. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Timo hat den Ball super zurückgelegt, ich musste die Vorlage nur noch verwandeln“, sagte Dejan Galjen, der im elften Anlauf erstmals traf.

Auch Trainer Matthias Mink blickte trotz eines durchwachsenen Auftritts mit einem positiven Gefühl auf den Nachmittag zurück, nicht zuletzt wegen der besonderen Atmosphäre rund um die Mannschaft. „Unsere Fans haben uns heute wieder stark unterstützt, die Choreo vor dem Spiel und auch die Präsente für die Spieler nach dem Abpfiff, das zeigt, dass bei uns etwas zusammengewachsen ist. Es war ein chancenarmes Spiel. Dafür, dass es um nichts mehr ging, war es dennoch intensiv in den Zweikämpfen. Das erste Gegentor resultiert aus einem Ballverlust. Den Fehler des Gegners nutzen wir zum 1:1 und in der zweiten Hälfte kamen wir wieder schlecht rein, das 2:2 war ein sehr schönes Tor. Hintenraus wurde es mir ein bisschen zu wild. Aber wir haben heute auch das eine oder andere probiert, deswegen kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. In Summe war es kein meisterlicher Auftritt, aber nochmal ein schönes Erlebnis.“

Mit Blick auf das bevorstehende Pokalfinale gegen Viktoria gönnte Mink einigen Spielern eine Pause. Neo Telle spielte erneut auf der rechten Abwehrseite, links verteidigte Younes Derbali. Luca Majetic stand ebenfalls in der Startelf. Yannick Theissen rückte für Lennart Winkler ins Tor, während U19-Keeper Wyn Neumann auf der Bank Platz nahm. Tom Geerkens fehlte gelbgesperrt. 

Nach 16 Minuten ging Lotte in Führung. Kaan Kurt leitete den Angriff ein und bediente Shkrep Stublla, der zunächst an Max Fischer scheiterte. Doch der Ball sprang ihm erneut vor die Füße, und mit einem platzierten Schuss in die lange Ecke traf er zum 1:0. Fortuna brauchte lange für die erste echte Möglichkeit, nutzte diese dann aber eiskalt. Ein riskantes Zuspiel von Keeper Luca Böggemann führte zum Ballverlust. Rafael Garcia reagierte schnell und setzte Al Ghaddioui in Szene. Der erfahrene Stürmer zeigte seine Klasse, nahm den Ball mit, drehte sich geschickt und schob aus zehn Metern zum 1:1 ein (40.).

Doch kaum war die zweite Halbzeit gestartet, lag Fortuna wieder zurück. Nach einem langen Einwurf und einer unübersichtlichen Szene im Strafraum landete der Ball über Umwege und abgefälscht im Netz, 2:1 für Lotte durch Max Ritter (49.).

Die Antwort der Kölner ließ diesmal nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten nach einem Dreifachwechsel leitete Garcia erneut stark ein. Timo Bornemann ließ einen Gegenspieler aussteigen und bewies Übersicht. Statt selbst abzuschließen, legte er uneigennützig quer, und Galjen musste den Ball aus kurzer Distanz nur noch einschieben. Das 2:2 in der 57. Minute war nicht nur der Ausgleich, sondern für den Stürmer auch ein Moment der Erleichterung. In der Schlussphase konnte sich Theissen zudem noch auszeichnen, als er einen Schuss von Luca Horn aus kurzer Distanz stark mit dem Fuß parierte (65.). 

Auch Lottes Trainer Fabian Lübbers sah am Ende ein Spiel mit wenigen Höhepunkten: „Es gab wenig Chancen in diesem Spiel. Wenn ich die beiden Gegentore mal ausklammere, haben wir defensiv gar nichts zugelassen. Die Fehler bei den Gegentoren kannst du dir gegen eine so starke Mannschaft nicht erlauben.“

Fortuna: Theissen, Telle (85. Statovci), Fünger, Fischer, Derbali, Strauch (71. Stanilewicz), Garcia, Majetic, Thier (54. Bornemann), Wirtz (54. Michelbrink), Al Ghaddioui (54. Galjen). 

Tore: 1:0 Stubbla (16.), 1:1 Al Ghaddioui (40.), 2:1 Ritter (49.), 2:2 Galjen (57.). 

Zuschauer: 906.

 

 

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