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Fortuna will Wiedergutmachung in Wiedenbrück

Auf Fortunas Mittelfeldspieler Timo Hölscher (r.) könnte in Wiedenbrück eine veränderte Aufgabenstellung zukommen.

Im beschaulichen Rheda-Wiedenbrück ging es in den letzten Wochen hoch her. Der ortsansässige SC geriet in die Negativ-Schlagzeilen. Der Hauptsponsor erklärte das Ende seines langjährigen Engagements. Plötzlich machten Gerüchte um einen freiwilligen Rückzug aus der Regionalliga West die Runde. Aber der Gegner des S.C. Fortuna am Samstag (14 Uhr) im Jahnstadion hat die besorgten Fan-Gemüter mittlerweile beruhigen können.

Schmalhans wird künftig Küchenmeister sein beim Fußballverein der 50.000 Einwohner-Stadt. Einsparungen von 30 Prozent im Etat sind wohl unausweichlich, aber im Falle des Klassenerhaltes soll die sportliche Qualifikation auch wahrgenommen werden. Dies wird ebenfalls kein Selbstläufer für den Tabellen-13, der sich im Winter für dieses Ziel zwei neue Spieler leistete. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler Mats Pannewig wurde vom VfL Bochum ausgeliehen. Nicht ganz so neu ist Manfredas Ruzgis. Der 27-Jährige kehrte nach nur einem halben Jahr vom Ligarivalen RW Oberhausen zurück. Der Stürmer traf zuvor in 53 Regionalliga-Partien 14-mal für den SCW.

Im Hinspiel ärgerte Wiedenbrück die Kölner Südstädter mächtig mit einem späten Kontertreffer, der zur 0:1-Niederlage führte. Die Ergebnisse nach der Winterpause waren bisher wechselhaft wie das Wetter in 2024. Einem starken 1:0-Erfolg bei der Reserve von Fortuna Düsseldorf folgte ein enttäuschendes 0:2 am vergangenen Dienstag zu Hause ausgerechnet im Derby gegen den FC Gütersloh. 

„Wenn ich mich an das Heimspiel erinnere, dann hat Wiedenbrück sehr massiv gegen uns agiert, mit einer kompakten Abwehr in einer Fünferkette. Sie haben erfahrene und robuste Spieler. Beim Sieg in Düsseldorf hatten sie auch Phasen, in denen sie den Gegner früh zugestellt haben. Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass sich der Gegner hinten reinstellt, aber uns auch pressen wird. Insofern ist von uns eine große Flexibilität gefragt. Wir haben in vielen Spielen gezeigt, dass wir darauf auch Antworten haben“, sagt Fortuna-Trainer Markus von Ahlen vor der Partie.  

Während in Köln das närrische Treiben herrscht, muss der Fortuna-Tross einen der längeren Anfahrtswege in der 4. Liga auf sich nehmen. Und am Aschermittwoch geht es mit der Fahrt zum FC-Wegberg-Beeck gleich weiter. „Klar ist es ärgerlich, dass für die Mannschaft Karneval feiern aufgrund des Spielplans ausfällt. Aber, wir können das machen, woran wir die meiste Freude haben, das ist Fußball spielen“, sagt von Ahlen. 

Der Coach muss neben den verletzten Spielern wie Maik Kegel, Kingsley Sarpei, Tim Brdaric und Leon Demaj auch den gelb-gesperrten Adrian Stanilewicz ersetzen: „Wir haben in dem Fall mehrere Alternativen. Zum einen kann Timo Hölscher das spielen. Henri Matter hat diese etwas defensivere verbindende Mittelfeld-Position auch schon in der Vorbereitung gespielt. Mit Kevin Pires haben wir einen Spieler geholt, der das mit seiner Erfahrung und Qualität ebenso spielen kann. Wir haben da schon Möglichkeiten.“

Für die Fortuna gilt es am Samstag einen Trend zu stoppen. Denn seit drei Spielen warten die Kölner auf einen Sieg. Dem schwachen 1:3 gegen Rödinghausen folgte ein zumindest von einer großartigen Aufholjagd garniertes 3:3 bei der U21 des 1. FC Köln. Und zu guter Letzt brachte das 0:0 gegen die U21 des SC Paderborn nicht den gewünschten Erfolg zum Rückrundenstart. Sollte der Tabellenvierte in Wiedenbrück aber die eine oder andere fußballerische Rakete zünden, dann wäre zumindest auf der Rückreise im Mannschaftsbus für Karnevalsstimmung gesorgt. 

 

 

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