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Fortuna setzt auf Anpassungsfähigkeit und Heimstärke

26 Punkte in der Hinrunde, 29 zum gleichen Zeitpunkt der Rückrunde: Die Zahlen sprechen für die Fortuna, und gegen die zuletzt aufgekommenen negativen Stimmen. Sechs Punkte Vorsprung auf RW Oberhausen, die zudem noch ein Nachholspiel absolvieren müssen, sowie das deutlich bessere Torverhältnis untermauern die Position des Tabellenführers in der Regionalliga West. Am Samstag (14 Uhr) soll im Südstadion gegen den SC Wiedenbrück die nächste Antwort folgen.

„Wir spielen eine gute Saison, aber auch ein sehr gutes Jahr 2026“, betont Trainer Matthias Mink. „Von der Punkteausbeute sind wir weiter als in der Vorrunde. Unsere Heimspielstatistik stimmt uns positiv, genauso wie die Art und Weise, wie die Mannschaft mit Widerständen umgeht.“ Für die entscheidende Phase fordert der Coach Konstanz: „Wir wollen das fortführen, was uns stark gemacht hat, mit hoher Aktivität, Intensität, klarer Struktur und stabiler Verteidigung.“

Kapitän Robin Afamefuna ordnet die Situation ähnlich ein: „Wir wussten, dass diese Saison 34 Spieltage hat und nicht nach 20 oder 30 entschieden ist.“ Entscheidend sei die Anpassungsfähigkeit: „Jedes Spiel braucht ein eigenes Rezept.“ Ob Wiedenbrück defensiv agiert oder mutiger auftritt, sei offen. „Wir müssen auf alles vorbereitet sein.“

Während die Fortuna an der Spitze steht, kämpft der Gegner ums Überleben. Der SC Wiedenbrück gehört seit der Saison 2010/11, mit einer kurzen Unterbrechung, zum festen Inventar der Regionalliga West. Doch aktuell deutet vieles auf das Ende dieser Phase hin: Acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, nur vier Saisonsiege und eine zuletzt anhaltende Formschwäche. Der letzte Erfolg datiert vom 28. Februar (4:0 gegen den Wuppertaler SV).

Anfang April reagierte der Klub mit einem Trainerwechsel: Nach dem 0:2 gegen den 1. FC Bocholt musste Sascha Mölders gehen, Co-Trainer Dominik Sammer übernahm. Die Trendwende blieb bislang aus. Auf ein 0:3 bei Fortuna Düsseldorf II folgte ein enttäuschendes 2:2 gegen den Bonner SC nach 2:0-Führung.

Konstante Größe im Team ist Torhüter, Kapitän und Rekordspieler Marcel Hölscher. Der 34-Jährige steht seit 15 Jahren im Tor der Ostwestfalen und absolvierte im März sein 450. Pflichtspiel für den Verein. 

Die direkte Bilanz spricht indes nicht klar für die Fortuna: Seit 2009 stehen acht Siege, drei Unentschieden und acht Niederlagen zu Buche. Immerhin gelang in der Hinrunde ein Befreiungsschlag: Nach vier Niederlagen in Serie setzte sich die Fortuna auswärts mit 3:1 durch, dank Treffern von Enzo Wirtz (2) und Timo Bornemann.

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