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Ein Spiel. Ein Ziel. Ein Traum: Fortuna vor der Rückkehr

Der Aufstieg wird an diesem Wochenende nicht von der Couch aus entschieden. Drei Matchbälle hat die Fortuna noch in der Hand. Verwandeln sie einen davon, kehren die Kölner Südstädter nach sieben Jahren zurück in die 3. Liga, unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz. Genau dieses Ziel verfolgt auch Trainer Matthias Mink vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr) in der Home Deluxe Arena bei der U23 des SC Paderborn.

„Wir wollen es auf dem Feld klären. So wie wir es in den Wochen und Monaten zuvor immer angegangen sind, mit einer hohen Moral und Arbeitsbereitschaft. Wir wollen es in Paderborn mit einem Erfolgserlebnis über die Bühne bringen. Auswärts waren wir zuletzt zweimal nicht erfolgreich, das wurmt uns ein bisschen. Schritt für Schritt. Jetzt zählt erstmal dieses anspruchsvolle Spiel am Sonntag“, sagt Matthias Mink.

Die Ausgangslage ist klar, und gleichzeitig voller Spannung: Sollte Rot-Weiß Oberhausen am Samstag bei der U23 des VfL Bochum II patzen, würde Fortuna am Sonntag bereits ein Unentschieden bei der U23 des SC Paderborn 07 reichen. Gewinnt Oberhausen, ist ein Sieg Pflicht. Dass Borussia Dortmund II noch eingreifen kann, wirkt dagegen eher theoretisch als realistisch.

Rund um das Südstadion ist die Euphorie längst greifbar. Beim Vorverkaufsstart am Donnerstag waren innerhalb von zwei Stunden 2.000 Tickets für das Pokalfinale am 23. Mai gegen die Viktoria vergriffen. Ein deutliches Zeichen dafür, was sich über die Saison hinweg aufgebaut hat. „Das hat sich über die Saison entwickelt. Durch die gute Pokalserie, die tollen Heimspiele, viele Tore, und den attraktiven Fußball, den wir gespielt haben, haben wir Begeisterung ausgelöst und vor allem Interesse auch bei Sympathisanten der Fortuna geweckt. Das ist zu fühlen und zu spüren. Das zeigt sich dann bei solchen Aktionen wie am Donnerstag. Wir sind bestrebt, dies mit sportlichen Leistungen zu untermauern und zu bestätigen“, sagt Matthias Mink.

Doch der Gegner ist nicht zu unterschätzen. Die Reserve des SC Paderborn steht zwar im gesicherten Mittelfeld, hat sich diesen Platz aber vor allem durch ihre enorme Heimstärke erarbeitet. 24 der 37 Punkte holte das Team in der Home Deluxe Arena, dazu kommt eine bemerkenswert stabile Defensive. Nur 17 Gegentore in 15 Heimspielen sprechen eine klare Sprache. Schon im Hinspiel bekam Fortuna das zu spüren, beim torlosen Remis im Südstadion. Ein echtes Ausrufezeichen setzte Paderborn Anfang Februar mit einem 3:0-Heimsieg gegen Oberhausen. 

Und auch personell hat sich im Winter einiges getan. Aus der eigenen U19 rückten Mittelstürmer Lasse Eickel (17) und Mittelfeldspieler Pedro Restrepo Naranjo (18) auf. Mittelstürmer Noah Ringbeck (17) wurde aus der U19 von Viktoria Köln verpflichtet. Mit Travis de Jong (20), der in der Hinrunde sechsmal traf, zu MVV Maastricht, Kevin Gleissner (20) zum TSV Steinbach und Henrik Koch (19) zu Westfalia Rhynern ausgeliehen, verließen aber auch drei Angreifer den Klub im Winter. Zudem gingen die Mittelfeldspieler Max Ritter (21) zu SF Lotte und Hassan Mohamad (19) zu Arminia Bielefeld II.

Bester Torschütze ist Stefano Marino, der in nur sechs Einsätzen acht Treffer und zwei Vorlagen beisteuerte. Auf den Außenbahnen sorgen Georg Ermolaev und Bennit Bröger regelmäßig für Gefahr und kommen jeweils auf sieben Torbeteiligungen. 

„Paderborn hat als 14. ein sehr gutes Torverhältnis von 45:36, das ist sehr außergewöhnlich für diesen Tabellenplatz. Dafür haben sie viel zu wenig Punkte geholt. Wir sind gewarnt, wissen um die Heimstärke und deren sehr gute defensive Struktur. Sie haben schnelle, gute, junge Spieler, die werden darauf brennen, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Das wollen wir logischerweise nicht zulassen“, sagt Mink.

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