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Aufschub statt Aufstiegsparty: Fortuna vergibt ersten Matchball

Die Entscheidung ist vertagt, der erste von drei Matchbällen ist vergeben. Die Fortuna unterlag am Sonntag vor 1.336 Zuschauern bei der U23 des SC Paderborn mit 1:2. In der Home Deluxe Arena entschieden zwei präzise ausgespielte Angriffe nach der Pause die Partie.

Die Fortuna startete druckvoll, suchte früh den Weg nach vorne, und kam zu klaren Chancen. In der 18. Minute leitete Lennart Winkler mit einem langen Ball den Angriff ein, Tom Geerkens nahm ihn auf und flankte sofort scharf in die Mitte. Enzo Wirtz rauschte heran, traf den Ball aus kurzer Distanz jedoch nicht sauber und setzte ihn knapp am rechten Pfosten vorbei. 

Eine Szene sorgte zusätzlich für Unmut nach 15 Minuten: Nach einem Zweikampf mit Tom Geerkens schlug Paderborns Luis Flörke seinem Gegenspieler ins Gesicht, kam aber mit Gelb davon. „Der Schiedsrichter, der es nur aus dem Augenwinkel gesehen hat, gibt auf Hinweis des Linienrichters Gelb als Alibi. Das ist aberwitzig. Das hätte der Knackpunkt des Spiels sein können“, sagte Trainer Matthias Mink.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann innerhalb weniger Minuten. Beim 1:0 in der 53. Minute verlor Rafael Garcia am Mittelkreis den Ball, Marlon Becker schaltete sofort um und steckte steil durch auf Georg Ermolaev. Der lief frei auf das Tor zu, umkurvte Keeper Winkler leicht und schob aus spitzem Winkel kontrolliert ins leere Tor ein. Nur vier Minuten später folgte das 2:0, und wieder war es ein sauber ausgespielter Konter. Nach einer Kölner Ecke leitete Becker die Umschaltsituation ein, Julius Bugenhagen spielte von der linken Seite einen punktgenauen Pass durch die Schnittstelle. Ermolaev nahm den Ball im Lauf mit und vollendete frei vor Winkler flach ins linke Eck.

„In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Chancen, in die zweite Halbzeit sind wir denkbar schlecht gestartet, da waren wir zu fehlerhaft. Nach dem 0:2 haben wir vieles richtig gemacht, leider nicht immer alles perfekt. Paderborn hat aber auch mit viel Energie und großer Leidenschaft agiert. Das Anschlusstor fiel zu spät, einen Punkt hätten wir am Ende verdient. Der Support war überragend. Wir hätten es gerne heute schon geschafft. Das ändert aber nichts daran, dass wir nun zu Hause die Möglichkeit haben, es zu schaffen“, so Mink.

Fortuna brauchte einige Minuten, um sich zu sammeln, erhöhte dann aber spürbar den Druck. In der 82. Minute zog Luca Majetic aus der Drehung im Strafraum ab, doch Paderborns Torhüter reagierte schnell und parierte. Kurz vor Schluss lag der Anschlusstreffer gleich mehrfach in der Luft: In der 90. Minute köpfte Jonas Michelbrink aus etwa fünf Metern nach einer Flanke aufs Tor, setzte den Ball jedoch an die Latte.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit fiel schließlich doch noch das 1:2. Dejan Galjen behauptete den Ball am Strafraumrand und legte quer auf Georg Strauch, der aus halbrechter Position aus rund zwölf Metern abzog und den Ball unhaltbar in den rechten Winkel jagte. Ein sehenswerter Treffer, aber einer, der zu spät kam.

Auch Rafael Garcia zeigte sich enttäuscht: „Die Enttäuschung ist groß, wir hatten uns viel vorgenommen für dieses Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir ein, zwei gute Chancen zum möglichen 1:0. In der zweiten Hälfte hatten wir ein, zwei Ballverluste, die dann tödlich waren. Das müssen wir nächste Woche besser machen.“

Trotz der Niederlage bleibt die Ausgangslage günstig. Zwei Spieltage vor Schluss hat die Fortuna vier Punkte Vorsprung auf Rot-Weiß Oberhausen und das bessere Torverhältnis. Die Meisterschaft ist greifbar nah, und die nächste Chance wartet bereits im eigenen Stadion.

Fortuna: Winkler, Strauch, Fünger (75. Fischer), Al-Azzawe, Afamefuna, Stanilewicz, Geerkens (78. Galjen), Thier, Garcia (61. Majetic), Wirtz, Bornemann (61. Al Ghaddioui, 78. Michelbrink).

Tore: 1:0 Ermolaev (53.), 2:0 Ermolaev (57.), 2:1 Strauch (90.+6.). 

Zuschauer: 1.336. 

 

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