Ein 0:0 der wertvollen Sorte im Südstadion
„Unsere Devise vor der Saison war es, Punkte zu sammeln. Jetzt ist einer dazugekommen, und das ist wichtig. Gegenüber dem Verl-Spiel waren wir fußballerisch verbessert, leidenschaftlich waren wir wie in Verl. Und wir haben wieder einmal ein Heimspiel nicht verloren. Das ist auch eine gute Geschichte, dass wir den Heimnimbus wahren. Unsere Wechsel haben heute nicht ganz so gut funktioniert, hintenraus haben bei dem einen oder anderen auch die Körner gefehlt. Summa summarum sind wir mit dem Remis zufrieden. Die Mannschaft hat das Herz wieder auf dem Platz gelassen. Die Atmosphäre war überragend, so könnte es gerne immer sein“, sagte Matthias Mink.
Der Fortuna-Coach hatte für den gesperrten Luca Majetic Enzo Wirtz in die Startelf beordert. Und der Stürmer hätte zum Mann des Abends werden können. Nach feinem Zuspiel von Romeo Aigbekaen traf Wirtz aus fünf Metern den Ball nicht richtig (29.). Sieben Minuten später folgte die größte Chance des Spiels: Erneut setzte Aigbekaen seinen Mitspieler in Szene, Wirtz zog aus zentraler Position ab, doch Düsseldorfs Keeper Louis Lord zeigte eine starke Parade (36.).
„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, einen Punkt gegen Düsseldorf nehmen wir mit. Es hätten mit etwas mehr Glück auch drei sein können. Den Ball hält er gut, ich hätte ihn platzierter setzen können, aber es war schwierig aus der Drehung. Schade. Wir sehen, was in der Mannschaft steckt und dass wir langsam in der 3. Liga ankommen. Die Entwicklung stimmt. Man merkt, dass wir lange kein Heimspiel mehr verloren haben, das gibt Selbstvertrauen“, sagte Wirtz.
Auch die Gäste aus Düsseldorf kamen zu Möglichkeiten, zwingend wurde es allerdings nur selten. Einen Schuss von Matthias Zimmermann faustete Lennart Winkler souverän weg (13.). Andreas Müller köpfte am langen Pfosten freistehend deutlich vorbei (56.). Gegen den auffälligen Anas Sliman blieb Winkler gleich zweimal Sieger (76., 85.) und hielt damit seinen Kasten sauber. Ansonsten blieb bei der Fortuna aus Düsseldorf vieles Stückwerk.
„Es war ein Abnutzungskampf. Uns war klar, dass die Kölner eine stabile Defensive haben. Wir wussten, dass wir keine zehn hundertprozentigen Chancen bekommen werden. Wir hatten viele Situationen, aus denen etwas Gutes hätte entstehen können. Wir hatten eine gute Box-Besetzung, müssen dann aber auch den Mann in der Mitte treffen. Da waren wir zu oft unsauber, gerade in den letzten 20 Minuten. Wir haben jetzt vier Punkte geholt und zweimal zu Null gespielt. Das ist ein wichtiger Aspekt. Um eine Serie zu starten, brauchen wir Tore“, sagte Düsseldorfs Trainer Alexander Ende.
Fortuna: Winkler, Afamefuna (68. Heister), Fischer, Al-Azzawe, Telle (88. Fünger), Strauch, Stanilewicz, Bröger (77. Harenbrock), Thier (68. Geerkens), Wirtz (77. Mause), Aigbekaen.
Zuchauer: 9.544 Zuschauer (ausverkauft).