Der nächste Gegner: der selbsternannte Dorfklub aus Großaspach
Auch eine Klasse höher setzte die Mannschaft ihren Offensivfußball nahtlos fort: Mit 86 Treffern gelang der direkte Durchmarsch zurück in die 3. Liga. Ein bemerkenswerter Erfolg, der die Handschrift von Trainer Pascal Reinhardt trägt, dessen Mannschaft für aggressives Pressing und mutigen Offensivfußball steht.
Trotz der beiden Aufstiege in Serie weiß man in der kleinsten Gemeinde des deutschen Profifußballs, dass in der 3. Liga andere Maßstäbe gelten. Bewusst pflegen die Großaspacher das Image des selbst ernannten Dorfklubs. Das klare Ziel lautet deshalb Klassenerhalt. Hoffnung macht vor allem die eingespielte Achse um Torhüter Maximilian Reule, Innenverteidiger Antonis Aidonis, Mittelfeldstratege Volkan Celiktas und Torjäger Fabian Eisele, der in der vergangenen Saison 22 Treffer erzielte.
Allerdings mussten die Aspacher auch schmerzhafte Abgänge verkraften. Mert Tasdelen wechselte zum SV Sandhausen, Michael Kleinschrodt schloss sich dem VfR Aalen an. Zusammen steuerten beide in der Vorsaison 23 Tore bei. Sportchef Julian Schieber setzt bei den Neuzugängen daher bewusst auf Spieler aus der Region mit Entwicklungspotenzial. Prominentester Zugang ist Tim Rossmann, der bereits Zweitliga-Erfahrung bei Fortuna Düsseldorf und dem Karlsruher SC sammelte und aus dem nahegelegenen Bietigheim-Bissingen stammt. Er soll auf der linken offensiven Außenbahn für Furore sorgen. Auch die übrigen Neuzugänge passen in dieses Profil und sollen den eingeschlagenen Weg nachhaltig fortsetzen.
Der 20 Jahre alte Angreifer Marlon Faß wurde für ein Jahr von Zweitligist Dynamo Dresden ausgeliehen. In der vergangenen Saison machte er bei den Stuttgarter Kickers mit elf Toren und vier Vorlagen auf sich aufmerksam. Mit der U19 der TSG Hoffenheim wurde er Deutscher Meister. Hinzu kommen mit Fabio Lettieri (Normannia Gmünd/20), Delil Hajdini (VfB Stuttgart II/19), Noah Santiago Lorch (VfB Eppingen/20), Robin Dittrich (VfB Stuttgart U19/19) Talente. Die meiste Erfahrung bringt Innenverteidiger Marius Uhl mit. Der 26-Jährige wurde von Mitaufsteiger Würzburger Kickers verpflichtet.