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Chemnitzer FC: Trotz Umbruch an die Spitze

 

Nach einer ernüchternden Saison hat sich der Chemnitzer FC vor der aktuellen Spielzeit zu einem kompletten Umbruch entschieden: Neben elf Spieler aus der letzten Saison wurden 12 Neuzugänge an der Gellertstraße begrüßt. Trainer Karsten Heine hat es aber erfolgreich geschafft, innerhalb kurzer Zeit eine Mannschaft zu formen.

Bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison haben sich die Himmelblauen trotz der vielen Transferaktivitäten zu einer Mannschaft gefunden. Immerhin standen im Auftaktspiel gegen den Halleschen FC sechs Neuzugänge auf dem Platz. Am Ende gewannen die Sachsen das Duell gegen den Geheimtipp der Liga aber klar mit 3:0. „Wir haben in der Vorbereitung versucht, uns viele Dinge zu erarbeiten. Die Truppe weiß, dass sie Fußball spielen kann, aber das funktioniert nur über Laufbereitschaft, Einsatz und Willen“, gab Trainer Karsten Heine anschließend zu Protokoll.

Mit diesen Tugenden schreibt Chemnitz nun zu Saisonbeginn viele positive Schlagzeilen. Dabei stehen besonders zwei Neuzugänge aus der Regionalliga im Vordergrund: Aus dem Westen wechselte Philip Türpitz an die Gellerstraße. Mit zwei Toren fand sich der Ex-Lotteraner früh in der neuen Spielklasse zurecht und besetzt in Chemnitz zumeist den rechten Flügel. Sein Gegenpart auf der anderen Seite ist aktuell der Shootingstar dieser noch jungen Saison: Aus der Regionalliga Bayern von der U23 des FC Ingolstadt gekommen, sorgt Reagy Ofosu derzeit mit seinen Tempodribblings für Aufsehen.

Mit der Jugend zum Erfolg

Beide stehen für das Jugendkonzept der Chemnitzer in diesem Jahr: Mit 23,6 Jahren im Schnitt ist die Mannschaft eine der jüngsten der Liga. Allein in der Viererkette war an den ersten 3 Spieltagen kein Akteur älter als 23. Dahinter steht mit Pentke aber ein Schlussmann im Tor, der die Viererkette mit der Erfahrung von 106-Drittliga-Partien anleitet. Der Erfolg gibt Chemnitz ohnehin Recht: Als einziges Team der Liga kassierte man in drei Spielen noch kein Gegentor. Für Keeper Pentke soll das aber erst der Anfang sein: „Ich will meine Serie ausbauen. Für diese Saison habe ich mir 14 Spiele zu Null vorgenommen, zwölf benötige ich dafür noch. Was mehr kommt, ist Bonus“, unterstrich der 29-Jährige nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld seine Ambitionen.

Dabei zählt Schlussmann Pentke zu den erfahren Korsettstangen dieses jungen Teams: Dazu zu zählen sind Fabian Stenzel im zentralen Mittelfeld und Kapitän Anton Fink im Sturm. Während Stenzel mit Zweikampfhärte bestich und sich immer wieder in die Angriffe mit einschaltet, ist Fink die zentrale Figur in der Offensive. Als hängende Spitze versprüht der 27-Jährige jederzeit Torgefahr: Mit 70 Treffern ist aktuell Fink der Rekordtorjäger der 3. Liga. Hinzu kommen 33 Vorlagen in insgesamt 144 Partien. Allein in dieser Saison stehen bereits wieder zwei Scorerpunkte auf seiner Habenseite.

Warten auf Garbuschewski

Ohne Zweifel besitz Fink die individuelle Klasse, um Spiele aus dem Nichts heraus zu entscheiden. Der zweite Akteur im Kader der Chemnitzer mit diesen Qualitäten ist derzeit zum Zuschauen verdammt. Als großer Hoffnungsträger der letzten Saison kehrte Ronny Garbuschweski nach Chemnitz zurück, ehe ein Mittelfußbruch zum Saisonaus führte. In der Vorbereitung kämpfte sich der 28-Jährige zurück an die Startelf, doch mehr als zwei Einwechslungen waren noch nicht drin. Nun zwingt ihn eine Fußprellung zum Zuschauen. Dass ein fitter Garbuschewski Chemnitz noch gefährlicher macht, zeigt die letzte Saison: Trotz einer eher schwachen Spielzeit standen am Ende sieben Tore und neun Vorlagen für den Mittelfeldakteur zu Buche.

 

Trotz des Fehlens von Garbuschewski reist der Chemnitzer FC als Tabellenführer ins Südstadion. Dabei hatte man durchaus ein anspruchsvolles Auftaktprogramm zu bewältigen: Mit dem Halleschen FC, dem VfL Osnabrück und Arminia Bielefeld traf man schließlich auf drei Teams, denen eine Rolle im Aufstiegsrennen zugetraut wird. Doch aktuell grüßen die Sachsen von der Tabellenspitze. Vor dem Duell gegen die Fortuna muss Trainer Karsten Heine sein Erfolgsteam aber erstmals verändern: Nachdem man in allen Partien bislang mit derselben Elf begann, wird Ex-Viktoria Stürmer Sebastian Glasner aufgrund einer geplanten Leistenoperation fehlen. 

Hörnig trifft auf Ex-Verein

Die Fortuna will gegen den Chemnitzer FC die nächsten Punkte sammeln. Nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte man sich schließlich gegen den Halleschen FC mit dem ersten Sieg in dieser Saison belohnen. „Ich glaube, dass in Summe vier Punkte aus den drei Spielen absolut in Ordnung sind, auch wenn ich mir die Reihenfolge vielleicht anders ausgemalt habe“, zeigte sich Fortuna-Trainer Uwe Koschinat zufrieden. Dabei konnte die Fortuna in allen drei Partien bislang in Führung gehen. „Es war für uns enorm wichtig, dass wir es geschafft haben, die Führung über die Zeit zu bringen. Wir sind stabil geblieben und haben kein Gegentor kassiert. Das muss uns stark machen für die nächsten Spiele“, zeigte sich auch Johannes Rahn in Halle glücklich übe die ersten drei Punkte. Gegen den Chemnitzer FC will man nun nachlegen. Dabei geht es für Florian Hörnig gegen seinen ehemaligen Club: Von 2011 bis 2013 schnürte der 28-Jährige die Schuhe an der Gellerstraße.

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