Wiedersehen mit einem Aufstiegshelden
Für die Fortuna kommt es dabei zu einem besonderen Wiedersehen: Erstmals treffen die Südstädter in einem Pflichtspiel auf ihren langjährigen Erfolgstrainer Uwe Koschinat. Von August 2011 bis Oktober 2018 stand der heute 55-Jährige in 298 Spielen bei der Fortuna an der Seitenlinie. Unter seiner Regie gewann der Klub 2013 den Landespokal und schaffte ein Jahr später den Aufstieg in die 3. Liga. Seit Dezember 2024 ist Koschinat nun an der Hafenstraße tätig, und das mit Erfolg. Aktuell belegt RWE den dritten Tabellenplatz. Lediglich am ersten Spieltag musste sich Essen geschlagen geben, als es beim 1. FC Saarbrücken eine 2:5-Niederlage setzte.
Auch personell hat der Kader trotz einiger namhafter Abgänge einiges zu bieten. Bei der Suche nach Verstärkungen bediente sich Essen konsequent im oberen Drittligasegment und untermauerte damit seine Aufstiegsambitionen. Mit Kaito Mizuta (Le Havre), Klaus Gjasula (TSG Hoffenheim II) und Torben Müsel (FC Magdeburg) verlor RWE drei wichtige Akteure für das Mittelfeldzentrum. Auch die Innenverteidiger Tobias Kraulich und Michael Schultz verließen den Verein. Die Verantwortlichen erhofften sich auf dieser Position neue Impulse. Eine wichtige Rolle sollte dabei Max Geschwill (Holstein Kiel) übernehmen, der aktuell allerdings aufgrund von Knieproblemen pausieren muss.
Jannik Hofmann (1. FC Nürnberg), Franci Bouebari (SC Freiburg) und Dickson Abiama (1. FC Kaiserslautern) wurden nach ihren Leihen fest verpflichtet. Rechtsverteidiger Hofmann wird der Mannschaft gegen die Fortuna jedoch fehlen, nachdem er beim spektakulären 3:3 in Münster seine fünfte Gelbe Karte gesehen hat. Darüber hinaus sicherte sich RWE mit Aiman Dardari (FC Augsburg), Semir Telalovic (1. FC Nürnberg) und Tony Menzel (Dynamo Dresden) drei vielversprechende Leihspieler. Menzel fällt derzeit mit einem Syndesmosebandriss aus. Janne Sietan (Waldhof Mannheim) und Noah Pesch (Borussia Mönchengladbach) wechselten dagegen fest an die Hafenstraße.
Besonders treffsicher präsentiert sich bislang Semir Telalovic. Der 26 Jahre alte Angreifer erzielte in seinen ersten acht Partien bereits sechs Tore und ist damit eine der zentralen Offensivwaffen der Essener. Auf der anderen Seite sorgt Jakob Golz für Stabilität. Der 28-jährige Schlussmann bewies zuletzt beim 3:3 in Münster seine Klasse, als er seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel hielt.