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Stanilewicz-Show im Südstadion: 4:1 gegen Schalke

Die Fortuna hat am Sonntag im Südstadion nicht nur einen weiteren Heimsieg eingefahren, sondern ein Statement gesetzt. Mit einem überzeugenden 4:1 gegen die U23 des FC Schalke 04 antwortete die Mannschaft von Trainer Matthias Mink eindrucksvoll auf die 0:1-Niederlage in Dortmund, und baute den Vorsprung an der Spitze der Regionalliga West wieder auf neun Punkte aus. Vor 3.127 Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, das vor allem einen großen Gewinner hatte: Adrian Stanilewicz.

105 Spiele hatte er auf diesen Moment warten müssen, und dann lieferte „Adi“ einen Auftritt, der sinnbildlich für einen perfekten Fußballnachmittag stand. Zwei Tore, zwei Torbeteiligungen, dazu ein unglückliches Eigentor. Stanilewicz war an allen Treffern beteiligt. Entsprechend erleichtert und glücklich zeigte er sich nach Abpfiff: „Schön, dass mir das auch mal passiert. In Dortmund hatte ich auch schon meine Chancen, die habe ich nicht genutzt. Heute war es dann soweit. Ich hätte sogar noch ein drittes Tor machen können. Schön für mich, schön für die Mannschaft. So kann es weitergehen.“

Dabei begann die Partie direkt mit einer strittigen Szene: Schon in der zweiten Minute jubelte Timo Bornemann, nachdem ihm ein Ball vom Schalker Yassin Ben Balla vor die Füße gefallen war, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Eine klare Fehlentscheidung, die die Fortuna jedoch nicht aus dem Konzept brachte. Im Gegenteil: Die Hausherren spielten zielstrebig, aggressiv und mit hoher Effizienz.

Das 1:0 in der 10. Minute war dann der verdiente Lohn. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld reagierte Bornemann gedankenschnell und legte direkt auf Stanilewicz ab, der die Kugel mit links flach in die lange Ecke setzte. 

Auch beim zweiten Treffer zeigte sich die Entschlossenheit der Kölner. Tom Geerkens brachte eine Flanke von rechts in den Strafraum, Stanilewicz setzte sich im Kopfballduell durch. Schalkes Keeper konnte den Ball nicht entscheidend klären, das 2:0 (37.) war die logische Konsequenz einer dominanten ersten Halbzeit. „Wenn man in der Höhe verliert, gibt es keine zwei Meinungen. Der Sieg der Fortuna ist verdient. Der Gegner war effektiv und hat unsere Fehler gerade zu Beginn des Spiels eiskalt ausgenutzt. Wir haben viele Bälle in wichtigen Räumen verloren. Fortuna hat viel Qualität nach vorne. Nach dem 0:3 war das Spiel erledigt“, musste auch Schalkes Trainer Jakob Fimpel anerkennen.

Nach der Pause machte die Fortuna genau da weiter, wo sie aufgehört hatte, mit Spielfreude, Tempo und einem überragenden Stanilewicz. Beim 3:0 (57.) war es erneut seine Übersicht, die den Unterschied machte: Mit einem feinen Chipball setzte er Geerkens in Szene, der uneigennützig querlegte auf Bornemann, der sicher vollendete. Spätestens jetzt war die Partie entschieden. Doch die Fortuna hatte noch nicht genug. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf Luca Majetic zum 4:0 (75.), nachdem Stanilewicz ihn mit einem präzisen Steckpass geschickt hatte. 

Trainer Matthias Mink, der kurzfristig auf Nico Thier (Pferdekuss) verzichten musste, zeigte sich entsprechend zufrieden, fand aber dennoch einen kleinen Kritikpunkt: „Hintenraus hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen müssen. In der ersten Halbzeit hatten wir eine hohe Effektivität. Vieles ist aufgegangen. Das 3:0 hat dann die Richtung vorgegeben. Das Gegentor hat mich ein wenig geärgert. Das war die richtige Antwort auf das 0:1 in Dortmund. Wir sind froh und stolz, dass wir einen weiteren Heimsieg landen konnten.“

Dieser kleine Makel folgte in der 84. Minute, und ausgerechnet der Mann des Spiels war beteiligt. Nach einer Hereingabe wollte Stanilewicz klären, doch der Ball wurde unglücklich abgefälscht und landete im eigenen Netz. Eine Szene, die er selbst mit einem Schmunzeln einordnete: „Ich wollte den Ball weghauen, der Schalker vor mir streift den Ball noch, dann geht der an meine Picke und über Lennart hinweg ins Tor.“

Doch auch dieses Missgeschick von Stanilewicz konnte den Gesamteindruck nicht trüben. Sein Fazit sprach für die gesamte Mannschaft: „Niederlagen machen einen stärker, das 0:1 in Dortmund haben wir gut verkraftet, die Stimmung in der Mannschaft war trotzdem gut. Heute wollten wir den Frust rauslassen, alles aus dem Körper jagen. Das haben wir geschafft.“

Fortuna: Winkler, Afamefuna, Fischer, Al-Azzawe, Fünger (80. Statovci), Strauch, Stanilewicz, Garcia (80. Michelbrink), Geerkens (73. Galjen), Bornemann (73. Majetic), Al Ghaddioui (59. Wirtz).

Tore: 1:0 Stanilewicz (10.), 2:0 Stanilewicz (37.), 3:0 Bornemann (57.), 4:0 Majetic (75.), 4:1 Stanilewicz (84., Eigentor). 

Zuschauer: 3.127.

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