Später Ausgleich für Fortuna gegen Chemnitz: Al-Azzawe mit Kopf zum 3:3
„Ich habe viele Erkenntnisse gewonnen, dafür ist ein Testspiel auch gut. Ich glaube, es war ein gerechtes Ergebnis, Wir haben schlecht angefangen, und wussten uns dann aber zu steigern. Es war ein torreiches und ereignisreiches Spiel, das war gut für die Zuschauer“, sagte Trainer Matthias Mink, der auf die angeschlagenen Stürmer Enzo Wirtz und Timo Bornemann sowie auf den kranken Georg Strauch verzichten musste.
Fortuna begann mit einer ungewohnten Formation. Nach vier Minuten fiel bereits die Führung für die Himmelblauen. Domenico Alberico setzte sich über links durch, spielte flach ins Zentrum, wo Johannes Pistol aus dem Rückraum mit der Innenseite unter die Latte zum 1:0 traf. In der 16. Minute erhöhte der CFC auf 2:0. Nach einer Flanke stand Pistol am langen Pfosten völlig frei, sein Volleyschuss wäre neben dem Tor gelandet, aber Jonas Marx drückte den Ball mit der Brust über die Linie. Nach 31 Minuten spielte Salim Hadouchi einen klugen Pass auf Hamadi Al Ghaddioui, der routiniert und überlegt zum 1:2 in die lange Ecke schoss. Kurz vor der Pause musste sich CFC-Keeper Daniel Adamczyk nach einem Distanzschuss von Kian Hekmat ordentlich strecken.
In der 58. Minute stellte Tobias Stockinger den Zwei-Tore-Vorsprung für Chemnitz wieder her: Nach einem Ballverlust der Fortuna in der Vorwärtsbewegung nahm er den Ball direkt und schob flach ins lange Eck zum 1:3 ein. Nun nahm aber die Fortuna das Heft des Handelns in die Hand. Im Gegenzug erzielte erneut Al Ghaddioui das 2:3 (55.). Der Stürmer stoppte den Ball mit der Brust und schloss handlungsschnell ab. Fünf Minuten vor Schluss gelang der Fortuna der späte Ausgleich. Ein Freistoß des Ex-Chemnitzers Rafael Garcia segelte in den Strafraum, wo David Al-Azzawe per Kopf zum 3:3 traf.
„Bei Chemnitz gab es heute zwei ehemalige Mitspieler von mir auf dem Platz, auch mit dem Co-Trainer war ich noch zusammen aktiv, das war eine schöne Zeit damals, ich habe mich gefreut, sie hier zu treffen. Wir sind schwer reingekommen, wir hatten aber auch schwere Beine von den vielen Einheiten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert und waren auch besser als der Gegner. Am Ende hätten wir noch ein, zwei Tore mehr machen können, deswegen kann man zufrieden sein“, sagte Rafael Garcia.
Fortuna: Theissen (46. Winkler), Brechmann (60. Statovci), Fünger (60. Al-Azzawe), Telle (60. Fischer), Derbali (60. Afamefuna), Geerkens (46. Stanilewicz), Hekmat (60. Garcia), Michelbrink (74. Kafu), Majetic, Al Ghaddioui (74. Issifou), Hadouchi (66. Westerhoff).
Tore: 0:1 Pistol (4.), 0:2 Marx (16.), 1:2 Al Ghaddioui (31.), 1:3 Stockinger (53.), 2:3 Al Ghaddioui (55.), 3:3 Al-Azzawe (85.).