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Showdown im Stadion Niederrhein: Fortuna und RWO im direkten Duell

Der Drittliga-Traum lebt, auf beiden Seiten. Fortuna behauptet weiter die Spitzenposition, doch RWO hat sich in den vergangenen Wochen zum härtesten Verfolger der Kölner Südstädter entwickelt. Nun kommt es am Samstag um 14 Uhr zum großen Showdown im Stadion Niederrhein. Fortuna und RWO treffen im direkten Duell aufeinander. Auge in Auge, Elf gegen Elf. Für beide Teams geht es um nichts weniger als ein klares Signal im Aufstiegskampf der Regionalliga West. Spannung ist garantiert.

„Letztlich kennen wir die Art und Weise wie RWO spielt. Die Spielidee wurde jetzt über eineinhalb Jahre von Sebastian Gunkel als Trainer implementiert. Vom Spielablauf und der Herangehensweise wird es sehr ähnlich zum Hinspiel sein. Man darf aber nicht verkennen, dass es eine andere Situation als zu Beginn der Saison ist. RWO ist genauso wie wir mittlerweile in einem guten Fahrwasser. Zudem ist es für uns ein Auswärtsspiel“, sagt Trainer Matthias Mink zum kommenden Spitzenspiel. 

Beim letzten Heimsieg gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach machte sich unterdessen die gut besetzte Bank der Fortuna nachhaltig bemerkbar, als Seymour Fünger für Robin Afamefuna in die Startelf rückte. Max Fischer für ihn im Abwehrzentrum Platz machte und links verteidigte. Eine auch am Samstag denkbare Variante. „Das war die Idee bei der Kaderzusammenstellung. Seymour Fünger hatte gut trainiert, vor der Winterpause hatte er ein gutes Spiel gegen Wuppertal gemacht. Unvorhergesehenes wie die Erkrankung von Robin Afamefuna kann immer passieren, es ist wichtig, dass die Jungs bereit sind. Dann können sie auch auf Knopfdruck Leistung abliefern“, sagt Matthias Mink, der wohl auf die erkrankten Afamefuna und Tom Geerkens verzichten muss. 

Mit Dejan Galjen, der zu Beginn der Woche vom SSV Regensburg verpflichtet wurde, wird er aber zumindest einen neuen Stürmer im Aufgebot haben. „Er kann und wird uns kurzfristig weiterhelfen. Nachdem wir Nico Westerhoff nach Velbert abgegeben haben, war klar, dass wir in der Offensive noch was machen wollen. Dejan Galjen ist ein wichtiger Baustein im Kader, nicht nur ergänzend in der Breite, sondern auch in der Spitze.“ 

Sechs Tore, drei Platzverweise: Es war ein bunter Nachmittag beim Sieg der Fortuna gegen RWO im Hinspiel. Beim 5:1-Erfolg vor 2.444 Zuschauern im Südstadion kamen noch zwei verschossene Elfmeter von Rafael Garcia und Timo Bornemann hinzu. Es war ein denkwürdiger Samstag an dessen Ende auch der Stuhl von RWO-Trainer Sebastian Gunkel wackelte. Denn drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen entsprachen nicht dem Anspruch der Oberhausener. Zu diesem Zeitpunkt hätte es wohl jemand für möglich gehalten, dass die Kleeblätter wie Phönix aus der Asche emporsteigen würden und plötzlich der erste Verfolger der Fortuna sind. Herr Gunkel fand sein Glück. 

Folgerichtig setzte der 50-jährige Fußballlehrer dieser Tage seine Unterschrift unter einen langfristigen Arbeitsvertrag an der Lindnerstraße. Der Drittliga-Traum lebt. Zuletzt spielte RWO in der Saison 2011/2012 in der 3. Liga. 26 von 30 Punkten sammelten die Oberhausener Eichhörnchen in den letzten zehn Partien der Regionalliga West. Acht Siege, zwei Remis. Mit einem 2:0-Sieg über die Reserve von Fortuna Düsseldorf war der Start in das Pflichtspieljahr 2026 erfolgreich. Die Partie beim Bonner SC fiel dann wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus. Somit war RWO zwischenzeitlich zum Zuschauen verdammt.

Auch am Kader wurde im Winter gefeilt: Timur Kesim kehrte zurück. Nach einem halben Jahr und nur zwei Regionalliga-Einsätzen bei Hertha BSC II unterschrieb der 22-jährige Angreifer einen Vertrag bis 2028. In der Saison 2024/25 hatte Kesim mit 13 Saisontoren für RWO nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. Zudem sicherte sich RWO die Dienste von Tim Krohn. Der Angreifer kam auf Leihbasis bis zum Saisonende von Hansa Rostock.

Die Erwartungen nicht erfüllen konnten zwei Sommerneuzugänge. Christopher Schepp und Mustafa Kourouma lösten im Winter ihre Verträge somit wieder auf. Mittelstürmer Schepp wechselte zum Drittligisten SV Havelse, den Innenverteidiger Kourouma zog es nach Luxemburg zu Union Titus Petingen.  Mit Tanju Öztürk beendete ein weiterer Innenverteidiger seine Karriere. Der 36-Jährige bestritt 164 Partien für RWO.

Nächste Begegnung
vs.
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Fortuna Köln
Stadion Niederrhein