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Kaum Zeit zum Durchatmen: Fortuna fordert Dortmunds Talentschmiede heraus

Drittes Spiel in nur acht Tagen, und die Fortuna steht erneut vor einer Herausforderung. Nach den intensiven und emotionalen Duellen in Düsseldorf sowie im Pokalhalbfinale gegen den Bonner SC führt der Weg die Mannschaft von Trainer Matthias Mink am Samstag (14 Uhr) zur U23 von Borussia Dortmund. Ein Gegner, der für Talent, Tempo und spielerische Qualität steht.

„Dortmund hat eine Mannschaft, die einen sehr guten und attraktiven Fußball spielt. Sie haben offensiv viel Tiefgang und verfügen über viele torgefährliche Spieler. Das wird eine große Herausforderung für uns. Aber, es ist auch eine tolle Geschichte, was das Umfeld angeht. Im Stadion Rote Erde spielen zu dürfen, das ist schon etwas Besonderes. Im Vergleich zu den beiden emotionalen Partien zuvor, wird das, insbesondere was die Herangehensweise angeht, ein anderes Spiel werden“, bekundet Matthias Mink mit spürbarem Respekt, und zugleich mit Vorfreude auf diese besondere Aufgabe.

Nach den kräfteraubenden Spielen zuletzt bleibt der Fortuna kaum Zeit zum Durchatmen. Veränderungen in der Startelf sind unausweichlich: Tom Geerkens fehlt gesperrt nach seiner zehnten gelben Karte, Kevin Brechmann wird nach seiner Verletzung in der zweiten Halbzeit gegen Bonn wegen eines Muskelfaserrisses mehrere Wochen ausfallen. Dennoch will Mink die Balance wahren: „Wir führen heute noch das eine oder andere Gespräch mit den Spielern. Wir müssen jetzt schauen, wer die notwendige Frische hat, beziehungsweise sich bereit fühlt. Es wird keine riesige Rotation geben, aber auf der einen oder anderen Position einen Wechsel. Alles in Maßen. Vom Grundsatz wird keine andere Mannschaft auf dem Platz stehen.“

Die Dortmunder U23 musste im Winter einige Abgänge verkraften. Neben Torwart Marcel Johnen (SF Siegen), David Lelle (Aris Limassol) verließen mit Jordi Paulina (Fortuna Düsseldorf), Antonio Foti (SC Verl) und Ben Hüning (RW Essen) mehrere Leistungsträger den Klub. Doch wie so oft beim BVB scheint der Strom an Talenten unerschöpflich. Dafür wurde mit Mario Pejazic ein 21 Jahre alter Linksverteidiger aus Kosice losgeeist. Mit Leroy Kwadwo (29) ein erfahrener Innenverteidiger geholt (130 Spiele 3. Liga), Kevin Mutove kam vom VfB Eichstätt und aus der eigenen U19 rückten mit Elias Benkara und dem erst 16 Jahre alten Mathis Albert vielversprechende Kräfte nach. 

Zudem konnten die Dortmunder zuletzt wichtige Rückkehrer begrüßen: Der 17-jährige Mussa Kaba feierte nach längerer Verletzung sein Comeback im defensiven Mittelfeld Mitte Februar beim 4:1 gegen den VfL Bochum U23. Almugera Kabar, dessen geplanter Winterwechsel platzte, absolvierte nach längerer Verletzung ebenfalls 45 Minuten auf der linken Seite.

Die großen Aufstiegsträume sind für die Borussia-Reserve zwar spätestens seit der 1:2-Heimniederlage gegen RW Oberhausen Anfang März geplatzt, doch die Mannschaft von Trainer Daniel Rios präsentiert sich weiterhin formstark. Aktuell rangiert sie auf Platz fünf, mit 16 Punkten Rückstand auf die Fortuna, allerdings bei zwei Spielen weniger. Zuletzt gelangen zwei Siege: ein überzeugendes 4:1 gegen Fortuna Düsseldorf U23 sowie ein hart erkämpftes 1:0 beim Bonner SC, entschieden durch ein spätes Eigentor.

Mit dabei war auch Samuele Inacio, ein 18-jähriges Offensivtalent aus Italien, das bereits Bundesliga-Luft schnuppern durfte, unter anderem bei einem Einsatz gegen den FC Bayern München.

Nächste Begegnung
vs.
Borussia Dortmund U23
Fortuna Köln
Stadion Rote Erde