Enzo Wirtz: „Ich bin ein Wettkämpfer durch und durch"
Mit zeitlichem Abstand: Dein Treffer in der 95. Minute in Bochum zum 0:1 sorgte für eine Explosion der Gefühle. War das dein „schönstes“ Tor in dieser Saison?
„Rein optisch war es sicher nicht mein schönstes Tor, aber emotional definitiv. Wir hatten uns viel vorgenommen, denn der Start in die Hin- und Rückrunde sind immer sehr wichtige Spiele. Wir wollten unbedingt gewinnen. Umso schöner war es, dass wir in der 95. Minute den Siegtreffer erzielt haben. In diesem Moment sind bei allen die Dämme gebrochen, weil wir uns am Ende doch noch belohnt haben.“
Du spielst eine großartige Saison und hast bereits ein Dutzend Tore erzielt. In der vergangenen Spielzeit in Hohkeppel waren es 13 Treffer über die gesamte Saison, dein Bestwert in der Regionalliga. Hast du dir eine Marke als Ziel gesetzt?
„Natürlich habe ich mir Ziele gesetzt und auch eine Marke im Kopf. Man soll seine Ziele bekanntlich hochstecken. Ich fahre aber ganz gut damit, das zunächst für mich zu behalten. Vielleicht löse ich das nach der Saison auf.“
Du läufst wie ein Perpetuum mobile immer wieder die gegnerischen Abwehrreihen an und scheust auch keinen harten Zweikampf. Sind dein Laufvermögen und dein unbändiger Einsatz deine größten Trümpfe?
„Ja, das würde ich schon sagen. Ich würde mich als extrem ehrgeizigen Spieler bezeichnen. Ich hasse es zu verlieren und liebe es zu gewinnen. Ich bin ein Wettkämpfer durch und durch.“
Du hast bereits über 250 Spiele in der Regionalliga absolviert, aber noch keines in der 3. Liga und auch keine Partie im DFB-Pokal. Beides könntest du in dieser Saison realisieren. Wie groß sind die Träume, wie nah sind die Ziele?
„Das wäre tatsächlich ein Traum von mir. Ich spiele schon sehr lange in der Regionalliga. Als Fußballer, generell als Sportler, möchte man immer so hoch hinaus, wie es geht. Wenn es klappen würde, wäre ich überglücklich. Wie nah die Ziele sind, darüber mache ich mir aber keine Gedanken. Das klingt vielleicht floskelhaft, aber ich denke wirklich nur von Spiel zu Spiel. Die Liga ist extrem eng, deshalb heißt es: fokussiert bleiben, nicht träumen, sondern Woche für Woche Leistung bringen und die drei Punkte holen.“