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Ein Wiedersehen in Bocholt mit alten Weggefährten

Am Samstag (14 Uhr) kommt es im Stadion am Hünting zu einem besonderen Wiedersehen. Mit Dominik Lanius (103 Einsätze), Stipe Batarilo (163) und Arnold Budimbu (97) begegnet die Fortuna gleich drei ehemaligen Leistungsträgern, die es gemeinsam auf 363 Spiele für die Kölner Südstädter bringen. Seit dieser Saison tragen sie das Trikot des 1. FC Bocholt. Für die Mannschaft von Trainer Matthias Mink gilt es nach dem 0:0 gegen den Bonner SC den kleinen Dämpfer schnell abzuhaken. Nun steht die Aufgabe an, mit einem Erfolgserlebnis die Tabellenführung in der Regionalliga West zu festigen und ein klares Signal im Aufstiegsrennen zu setzen.

„Ich erwarte eine kampfbetonte Partie. Die Platzverhältnisse werden vermutlich nicht besonders gut sein, deshalb wird viel über lange Bälle und zweite Bälle laufen. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe. Mit den beiden jüngsten Siegen hat der Gegner gezeigt, dass er nicht nur wettbewerbsfähig ist, sondern auch vermeintlich stärkere Teams schlagen kann. Es wird ein extrem unangenehmes Auswärtsspiel. Trotzdem fahren wir selbstbewusst dorthin und wollen gewinnen,“ sagt Trainer Matthias Mink.

Die „Schwatten“ haben turbulente Wochen hinter sich. Nach zuletzt acht sieglosen Spielen in Serie geriet die Mannschaft in eine sportlich schwierige Lage. Der Negativlauf sorgte für Unruhe im Umfeld, Trainer Rene Lewejohann rief zwischenzeitlich sogar den Abstiegskampf aus, insbesondere nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Bonner SC. Doch zuletzt gelang die Trendwende.

Im Pokal setzte sich Bocholt nach 120 intensiven Minuten gegen Rot-Weiß Oberhausen durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Jesaja Herrmann, Sohn der Fortuna-Legende Charles Akonnor. Auch in der Liga folgte ein wichtiges Erfolgserlebnis: Mit einem 1:0-Sieg in Siegen verschaffte sich die Mannschaft etwas Luft im Tabellenkeller. Das Siegtor erzielte ausgerechnet Paul Donner. Der 23-jährige Innenverteidiger war zuvor gemeinsam mit Cedric Euschen nach einem Vorfall am Rosenmontag suspendiert worden. Seine Rückkehr in die Startelf und sein entscheidender Treffer sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit.

Mink hingegen muss auf den zuletzt schon beim 0:0 gegen Bonn fehlenden Timo Bornemann verzichten. Der Stürmer war zuletzt treffsicher, hatte in den letzten neun Begegnungen in der Regionalliga West sechs Tore erzielt. „Wir müssen den Heilungsverlauf abwarten. Er absolviert derzeit ein lockeres Lauftraining. Ob es schon für das übernächste Spiel in Velbert reicht, wird sich zeigen. Sein Ausfall wiegt schwer, weil er zuletzt in guter Verfassung war. Kurzfristig werden wir das zwar kompensieren können, dennoch ist es ärgerlich, die Verletzung hätte nicht sein müssen. Das Wetter ist frühlingshaft, eigentlich wäre es ein Traum, auf einer grünen Wiese spielen zu können. Von Spielen können wir auf dieser Trainingsfläche aktuell allerdings kaum sprechen“, sagt Mink.

Zumindest gibt es für den Trainer mit Dejan Galjen seit dem Winter eine weitere offensive Alternative. Der ehemalige Regensburger wurde in Oberhausen und gegen Bonn eingewechselt, vergab dabei aber jeweils eine gute Möglichkeit. „Es fehlt ihm noch an einigen Dingen, vor allem körperlich. Daran müssen wir weiter arbeiten. Er hat sehr lange keinen Spielrhythmus gehabt. Seine Integration ist bereits weit fortgeschritten, im Training zeigt er immer wieder gute Ansätze. Für die nächsten Entwicklungsschritte braucht er aber noch ein paar Wochen“, sagt Mink.

Mit Rang zwölf und acht Punkten Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz hat sich die Situation in Bocholt inzwischen stabilisiert. Seit seinem Amtsantritt am 1. Januar hat Rene Lewejohann deutliche Veränderungen im Kader vorgenommen. Insgesamt gab es fünf Zugänge und sechs Abgänge. Neu verpflichtet wurden Dominik Lanius (Hansa Rostock), Ozan Hot (1. FC Kaiserslautern II), Jesaja Hermann (RFCU Luxemburg), Paul Seidel (Erzgebirge Aue) und Nazzarreno Ciccarelli (SF Lotte). Verlassen haben den Verein Maik Amedick (SC Wiedenbrück), Bogdan Shubin (Bonner SC), Kaspar Harbering (SV Schermbeck), Noah Michaels (BW Dingden), Jan Holldack (RW Ahlen) und Nicolas Hirschberger (Wuppertaler SV). 

 

 

 

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