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Dominik Ernst: „Fühle mich wie in einer Familie aufgehoben“

Am heutigen Dienstag empfängt Fortuna Köln den VfL Osnabrück. Vor dem Spiel gegen den Tabellenführer spricht Abwehrspieler Dominik Ernst über seine Zeit bei der Fortuna, seine Kämpfermentalität und das Duell gegen Osnabrück.

Herr Ernst, Sie sind im Ruhrgebiet groß geworden. Dort wird die offene und ehrliche Art wohl mindestens genauso groß geschrieben wie in Köln. Konnten die Kölner Sie bislang mit ihrer Mentalität überzeugen?

Dominik Ernst: Ich bin hier gut angekommen. Mit meiner direkten Art kommt nicht jeder klar. Ich spreche eigentlich immer alles offen und ehrlich an, aber ich glaube, hier in Köln ist das ähnlich. Ich finde die Stadt toll, vor allem die Zeit um Karneval rum. Ich kann nichts Schlechtes über Köln sagen, auch wenn mir die Innenstadt manchmal zu voll ist und ich in Junkersdorf ein bisschen außerhalb wohne.

Es ist jetzt Ihre zweite Saison mit der Fortuna. Wenn Sie Ihre bisherige Zeit hier mit einem Wort zusammenfassen müssten, welches wäre das?

Ernst: Puh, das ist eine gute Frage. Aufregend. Im Endeffekt waren die letzten zwei Jahre sehr aufregend, auch für meine Karriere. Ich fühle mich hier wie in einer Familie aufgehoben.

Was sagt es über Sie aus, dass Sie in dieser Saison im Pokal und der Liga schon zwölf gelbe Karten gesammelt haben?

Ernst: Dass ich ein aggressiver Spieler bin und dass ich, wenn jemand versucht an mir vorbeizukommen, ihn unter keinen Umständen vorbeilassen möchte. Da muss ich mir dann vielleicht auch mal mit einem Foul helfen.

Nach Ihrer abgesessenen Gelbsperre gegen Münster mussten Sie beim Heimspiel gegen den Halleschen FC erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Durch den Ausfall von Abu Hanna sind Sie in Karlsruhe wieder in die Startelf gerückt. Wie haben Sie die Situation wahrgenommen? Immerhin war es das erste Spiel, in dem Sie nicht von Beginn an herandurften.

Ernst: Es war das erste Mal, dass ich nach der Vorbereitungszeit dann nicht in der Startelf stand. Für mich war das schon überraschend und das musste ich dann erst einmal verdauen. Natürlich bin ich in der Hinsicht auch ein emotionaler Mensch und zeige das vielleicht auch mehr als andere Spieler, dass man damit vielleicht nicht so zufrieden ist. Trotzdem habe ich im Training immer Gas gegeben und das haben die letzten Wochen dann auch gerechtfertigt.

Wie wichtig war es für Sie, dass Sie sich gleich mit einem Tor zurückgemeldet haben?

Ernst: Ja gut, so oft komme ich natürlich nicht nach vorne. Aber ich glaube, in dem System, in dem wir jetzt gespielt haben, bin ich auch öfter mal vorne zu finden. Dass ich dann in Karlsruhe so ein schönes Tor gemacht habe, hat mich sehr gefreut. Leider ist nichts Zählbares dabei rumgekommen.

Sie haben zuletzt von einer Dreier- auf eine Vierkette umgestellt. Wo sehen Sie die Vorteile mit dem neuen System?

Ernst: Es kommt immer drauf an, jeder Trainer händelt das irgendwie anders. Viele Trainer spielen gerne die Dreierkette. Ich persönlich fühle mich wohler mit der Viererkette, weil ich mit Robin Scheu auch einen guten Partner auf der Seite habe, mit dem ich mich super verstehe. Da weiß der eine, was der andere macht. Ich glaube, dass wir so offensiv mit unseren Spielern mehr Möglichkeiten haben.

Gegen Osnabrück kommt der Tabellenführer nach Köln, der erst drei Saisonniederlagen auf dem Konto hat. Was muss die Fortuna machen, um etwas Zählbares aus der Partie mitzunehmen?

Ernst: Ich glaube, im Hinspiel hat man gesehen, dass wir mithalten können. In der Phase, in der wir sind, geht es mehr um das Ergebnis und alles auf den Platz zu rufen, was Herz und Mentalität beinhaltet. Wenn wir dem Gegner alles abverlangen, können wir auch den VfL schlagen.

Mit Blick auf die Heimspiele bis zum Ende der Saison stehen da noch Namen wie Großaspach oder Aalen, die von unten lauern, aber auch Rostock oder Meppen, die auch mit Blick nach oben noch in Reichweite sind. Wie wichtig wird es, vor allem vor heimischen Publikum die Punkte zu holen?

Ernst: Man sagt ja immer, man sollte zu Hause gewinnen und auswärts vielleicht einen Punkt holen. Es ist natürlich immer einfacher gesagt. Ich glaube, wir sollten schon zusehen, dass wir vor allem unsere Heimspiele gewinnen, auch gegen direkte Konkurrenten.

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