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"Die Mannschaft ist sehr motiviert und wißbegierig"

Seit Mitte Oktober gehört Moritz Anderten zum Betreuerstab der Fortuna  - offenbar eine gute Entscheidung der DFC-Manager. Seitdem der Sportpsychologe an Bord ist, hat das Team - rund um Kapitän Stephan Glaser - kein Spiel mehr verloren. deinfussballclub.de fragte nach dem Erfolgsrezept.

 

deinfussballclub.de: Hallo Moritz, bei drei Spielen warst Du dabei und die Fortuna hat gewonnen. Jetzt bist Du gerade in Valencia bei einer Fortbildung und konntest nicht beim Spiel in Essen dabei sein. Prompt reicht es "nur" zu einem Punktgewinn. Siehst Du da Zusammenhänge?

Anderten: Nein, ganz sicher nicht. Ich habe im Laufe des letzten Monats insgesamt acht Einheiten mit der Mannschaft absolviert. Man spürt, dass die Arbeit beginnt Früchte zu tragen, dass läßt sich aber nicht nur in den sportlichen Ergebnissen ablesen. Und mit meiner Anwesenheit bei den Spielen, haben die Siege zuvor bestimmt nichts zu tun.

deinfussballclub.de: Du hast bisher erst wenig Erfahrungen im Mannschaftssport gesammelt, vorrangig mit Einzelsportlern gearbeitet. Wie ist es für Dich mit einem ganzen Team zu arbeiten?

Anderten: Das stimmt nicht ganz. Ich habe durchaus Erfahrungen im Mannschaftssport. Ich habe diese zwar nicht im Fußball, aber im Volleyball gesammelt. Eigentlich ist es aber auch egal, um welchen Sport und welche Liga es sich handelt.

deinfussballclub.de: Wie ist Dein Eindruck von der Fortuna, dem Umfeld, der Mannschaft?

Anderten: Ich habe den Eindruck, dass hier sehr professionell gearbeitet wird. Es herrscht eine spürbare Harmonie und offenbar ziehen alle an einem Strang. Die Mannschaft hat mich sehr positiv aufgenommen, ich spüre da eine hohe Aktzeptanz. Die Spieler sind alle sehr motiviert und wissbegierig.

deinfussballclub.de: Du hast eingangs davon gesprochen, dass die gemeinsame Arbeit erste Früchte trägt. Woran merkst Du das?

Die Hauptarbeit macht das Trainerteam, das ist klar. Ich habe aber schon den Eindruck , dass dem ein oder anderen einiges bewusst geworden ist, und er dies auch aufs Spielfeld transportiert.

deinfussballclub.de: Kannst Du uns vielleicht eine Deiner Übungen mal beschreiben, damit man sich etwas besser vorstellen kann, was da in der Kabine passiert?

Anderten: Wir haben z.B. mit einer Stärkenanalyse, einer sogenannten Adhoc-Maßnahme, begonnen. Dazu stellt sich die gesamte Mannschaft und die Trainer im Kreis auf, einer hält ein Bindfadenknäuel in der Hand. Derjenige beschriebt nun die Stärken eines Mitspielers und gibt das Knäuel an diesen weiter, der nun wiederum die Stärken eines anderen Mitspieler beschreibt und das Knäuel weitergibt. So ergibt sich nach einiger Zeit ein ganzes "Spinnennetz" und jedem wird ganz schnell klar, welche Qualität die Mannschaft hat und welche Möglichkeiten sich ergeben.

 

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