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Bennit Bröger: „Ich werde dieses Spiel einfach genießen“

Bennit Bröger wurde vor der Saison vom SC Paderborn 07 II in die Südstadt ausgeliehen. Der 20-Jährige hat sich bei der Fortuna schnell etabliert, stand zuletzt zweimal in der Startelf und bereitete beim 2:1-Sieg in Verl den Führungstreffer vor. Im Interview spricht der Mittelfeldspieler über den verrückten Spielverlauf, seine langen Haare und das bevorstehende Highlight gegen Fortuna Düsseldorf.

Bennit, 2:1 in Verl gewonnen, dazu fast eine komplette Halbzeit in Unterzahl, und du hast das 1:0 vorbereitet. Hast du einen solch ungewöhnlichen Spielverlauf schon einmal erlebt?

„So ein verrücktes Spiel habe ich noch nicht erlebt. Wir waren sehr lange in Unterzahl, hatten wenig Ballbesitz und Verl hat eine gute Mannschaft. Das hat man auch schon beim Elf gegen Elf gesehen, da war es für uns bereits schwierig. Das 1:0 war sehr wichtig für uns, danach war alles offen. Es war sicherlich ein glücklicher Sieg, aber trotzdem ist es auch eine Qualität von uns, wie wir verteidigt haben. Ich habe mich dann sehr sicher gefühlt, weil wir die Räume sehr gut verdichtet haben.“

Deine langen Haare und das Stirnband sind inzwischen fast schon zu deinem Markenzeichen geworden. Trägst du deine Haare schon immer so? Und hast du irgendwann mal darüber nachgedacht, sie abzuschneiden?

„Meine Haare trage ich schon immer so. Ich habe irgendwann nur ein dickeres Haarband benutzt, damit die Haare nicht so herumfliegen. Ich habe nie darüber nachgedacht, sie abzuschneiden. Sie haben mich nie gestört. Das war schon immer mein Ding. Ich werde schon ab und zu darauf angesprochen. In näherer Zukunft plane ich aber keine Veränderung.“

Du bist körperlich eher ein Leichtgewicht. Gerade in der 3. Liga spielt Robustheit eine wichtige Rolle. Trotzdem setzt du dich immer wieder gut gegen körperlich stärkere Gegenspieler durch. Was ist dein Geheimnis?

„Robustheit und Stabilität sind in der 3. Liga auf jeden Fall ein Faktor. Aber es kommt nicht nur auf die Muskeln an, sondern auch darauf, wie man seinen Körper einsetzt und was man gleichzeitig mit dem Ball macht. Dadurch kann man vieles ausgleichen. Ich komme damit gut zurecht.“

In deiner Familie spielt sowohl die Leichtathletik als auch der Fußball eine große Rolle. Deine Mutter Katrin und deine Cousine Nicola waren beziehungsweise sind sehr gute Läuferinnen, dein Vater Carsten war Triathlet, dein Bruder Linus spielt in der U19 des TSV Havelse. Hat dich die Leichtathletik selbst irgendwann einmal gereizt? Deine Laufstärke ist auf dem Fußballplatz jedenfalls deutlich zu sehen.

„Ich komme definitiv aus einer Sportlerfamilie. Leichtathletik habe ich bis zu meinem achten Lebensjahr gemacht, auch weil mein Opa damals ein Team geführt hat. Als ich nach Wolfsburg kam, hat es zeitlich nicht mehr gepasst. Mein Bruder ist ein sehr guter Fußballer. Es ist cool, dass wir immer zusammen kicken gehen können. Das hat uns beiden viel gebracht und das machen wir immer noch regelmäßig, wenn wir uns sehen. Meine Laufstärke hilft mir definitiv im Spiel.“

Du hast einmal erzählt, dass du gerne liest. Was liest du aktuell? Und gibt es neben dem Fußball noch andere Dinge, mit denen du deine Freizeit gerne verbringst?

„Mein Tag beziehungsweise meine Freizeit besteht schon zu einem großen Teil aus Fußball. Ich mache auch mal eine Extraeinheit oder schaue mir Spiele an. Ich lese wirklich gerne, mein Bruder auch, und wir tauschen uns darüber schon mal aus. Aktuell lese ich die ‚Schachnovelle‘ von Stefan Zweig. Auch vor dem Einschlafen lese ich gerne, aber da muss es nichts allzu Anspruchsvolles sein. Dann lese ich zum Beispiel ‚Gregs Tagebuch‘ von Jeff Kinney. Ich trinke sehr gerne Kaffee und habe auch eine eigene Maschine. In der Sommerpause spiele ich außerdem gerne mal Tennis.“

Am Sonntagabend kommt Fortuna Düsseldorf ins ausverkaufte Südstadion. Im vergangenen Jahr hast du noch gegen die Fortuna-Reserve getroffen, jetzt geht es gegen die erste Mannschaft. Was erwartest du für ein Spiel, und wie groß ist die Vorfreude auf diese Partie?

„Das ist auf jeden Fall ein Highlight der Saison. Zuhause und ausverkauft, das ist sehr cool. Gegen Aachen war es schon etwas Besonderes, vor unseren Fans zu spielen, und es hat großen Spaß gemacht. Gegen die Alemannia waren wir dem Sieg nahe. Ich hoffe, dass wir das gegen Düsseldorf jetzt umsetzen können, wenn wir die Leistung aus den letzten beiden Spielen auf den Platz bringen. Letztes Jahr haben die Fortuna und ich noch gegen die Reserve gespielt, jetzt geht es gegen die erste Mannschaft. Ich werde dieses Spiel einfach genießen. Meine Vorfreude ist sehr groß.“

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