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Auftakt im Ruhrgebiet: Fortuna will es in Bochum besser machen

Setzt die Fortuna tief im Westen ihr Hoch fort? Zum Start ins Jahr 2026 reist die Mannschaft am Sonntag (14 Uhr) ins Ruhrstadion und will es besser machen als im Hinspiel. Im Südstadion kam der Tabellenführer der Regionalliga West damals nicht über ein torloses Remis gegen die U23 des VfL Bochum hinaus. Nun gilt es, ein besseres Ergebnis zu erzielen, um bei der „Blume des Reviers“ den Platz an der Sonne zu verteidigen.

„Wir erwarten ein schweres Auswärtsspiel in Bochum. In unserem Heimspiel haben wir gegen einen gut verteidigenden VfL wenig Torgefahr ausgestrahlt. Das müssen wir am Sonntag definitiv besser machen. Bei U23-Mannschaften ist es zudem immer schwierig vorauszusehen, mit welchem Personal sie letztlich antreten. Deshalb beschäftigen wir uns in der Vorbereitung vor allem mit dem, was und wie wir spielen wollen“, sagt Trainer Matthias Mink.

Nach zwölf sieglosen Spielen in Folge gelang der Bochumer Reserve am letzten Spieltag der Hinserie mit dem 2:0 bei Fortuna Düsseldorf II ein versöhnlicher Abschluss. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze blieb damit überschaubar: Vier Punkte fehlen der Elf von Trainer Heiko Butscher aktuell auf den SV Rödinghausen. In vielen Partien hielt Bochum gut mit, agierte phasenweise auf Augenhöhe, ließ jedoch wiederholt Punkte durch späte Gegentore oder verspielt gegangene Führungen liegen.

Die Heim- und Auswärtsbilanz der U23 zeigt ein leicht verzerrtes Bild, da von bislang 17 Partien bereits zehn in der Fremde absolviert wurden. Neben dem Sieg in Düsseldorf gab es einen weiteren Erfolg in Rödinghausen (2:0) sowie unter anderem das 0:0 am zweiten Spieltag bei der Fortuna. Im Ruhrstadion wartet der VfL hingegen noch auf das erste Erfolgserlebnis. Dort sprangen bislang lediglich drei Remis gegen Velbert, Paderborn und Gütersloh heraus.

Offensiv mangelte es den Bochumern häufig an Durchschlagskraft. Der Ausfall von Semin Kojic, in der Aufstiegssaison mit 20 Treffern bester Torschütze, wog schwer. Die offensive Verantwortung lag vor allem auf den Schultern des vom MSV Duisburg ausgeliehenen Stürmers Luis Hartwig (fünf Tore, vier Vorlagen) sowie von Jonathan Akaegbobi (drei Tore, fünf Vorlagen), der zuletzt eine ansteigende Formkurve zeigte.

„Der wichtigste Punkt wird sein, dass wir als Team auftreten und kämpferisch alles investieren. Gerade zu Beginn nach einer Winterpause ist es wichtig, dass der Einsatz auf einem hohen Niveau liegt. Fußballerisch wird nicht sofort alles funktionieren, daher müssen wir mehr investieren. „Bochum steht nicht gut da. Vielleicht wollen sie nach der Pause einen Neubeginn wagen, mit der Ambition, Punkte zu holen. Das wird ein harter Kampf“, sagt Neuzugang Neo Telle. 

In der Winterpause veränderte Bochum seinen Kader deutlich. Spieler ohne realistische Einsatzperspektive wie Tolga Özdemir (SV Schermbeck) und Jan Nzeba-Bost (RW Ahlen) verließen den Verein. Weitere Abgänge waren Stevan Tasic (vereinslos), Ben Heuser (SV Kapfenberg), Divine Boafo (SV Schermbeck) und Keleb Nwubani (RW Ahlen).

Im Gegenzug verpflichtete der VfL mit dem zuletzt vereinslosen Aurel Wagbe einen flexibel einsetzbaren Flügelspieler mit Regionalliga-Erfahrung und physischer Präsenz, der bereits in der 2. Bundesliga für Holstein Kiel zum Einsatz kam. In dieser Woche folgten zwei weitere Neuzugänge: Dominic Volkmer kam vom TSV Steinbach Haiger. Der 29 Jahre alte Innenverteidiger lief unter anderem für Werder Bremen II, den MSV Duisburg und Carl Zeiss Jena auf und absolvierte dabei mehr als 100 Drittligaspiele. Zudem kehrte Mohammed Tolba an alte Wirkungsstätte zurück. Der 21-jährige Innenverteidiger gehörte zur Aufstiegsmannschaft und war seit dem Sommer vereinslos.

Die Generalprobe verlief nur teilweise erfolgreich. Nach einem 0:3-Rückstand gegen Hannover 96 II kämpfte sich Bochum noch zu einem 3:3-Remis. Aurel Wagbe verkürzte kurz vor der Pause (43.). Nach dem Seitenwechsel traf Kapitän Lars Holtkamp per Elfmeter zum Anschluss (54.), ehe Lirim Jashari in der 61. Minute den Endstand herstellte.

 

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