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Am Samstag im Südstadion gegen Halle - Wie weit kann es für den jungen HFC gehen?

Vor dem Spiel gegen Fortuna Köln scheint es so, als ob sich das junge Team des HFC gefangen hätte und voll angreifen will. Im Kölner Südstadion können die Sachsen-Anhalter ihre Serie mit vier Spielen ohne Niederlage fortführen. Dabei soll der starke Defensivverbund die Grundlage schaffen.

Aktuelle Lage
Nach vier Spielen ohne Niederlage und acht Punkten hat sich der Hallesche FC scheinbar gefangen und als Team zusammengefunden. Aktuell steht der HFC mit 13 Punkten auf dem elften Tabellenplatz und brilliert besonders durch die Defensivreihe. Mit lediglich neun Gegentoren ist der Hallesche Verbund der zweitbeste der Liga. Im heimischen erdgas-Sportpark stehen die Sachsen-Anhalter bis dato ohne Niederlage und sammelten neun Punkte nach fünf Spielen. Das große Problem sind beim Team von Trainer Rico Schmitt die Auswärtsspiele: Abgesehen von dem überraschenden 3:0-Sieg bei Rot-Weiß Erfurt am ersten Spieltag, erreichte das Team auf fremden Platz nur noch einen weiteren Punkt gegen Aalen. 

Variation in der Torschützenliste
Neben den neun Gegentoren steht jedoch mit 10 selbsterzielten Treffern die drittschwächste Offensive auf der anderen Seite. Dabei besitzt Halle viel offensives Potenzial und strahlt von nahezu jeder Position Torgefahr aus. Benjamin Pintol ist dabei mit drei Treffern der Toptorjäger der Hallenser. Dahinter stehen sieben weitere Hallenser, die sich jeweils einmal in die Torschützenliste eintragen konnten. Die offensive Variabilität macht es der gegnerischen Defensive schwer, sich auf Halle einzustellen. 

Verjünungskur im Sommer
Nach dem 13. Platz am Ende der letzten Saison nutzte Neu-Trainer Rico Schmitt, der am 34. Spieltage gegen Fortuna Köln sein Debüt gab, die Zeit, um ein Team nach seinem Gusto aufzubauen. Dabei ist auf dem ersten Blick zu erkennen, dass Schmitt  besonderen Wert auf die Jugend setzt und damit einen Neuanfang einläutet. Von insgesamt 16 Abgängen, mit einem Altersschnitt von 26,6 Jahren verabschiedete man sich. Dafür holte man zwölf Neuzugänge, die im Durchschnitt 22,6 Jahre alt sind. So mussten gestanden Spieler wie Marco Engelhardt oder Ivica Banovic die Segel streichen und Platz für die neue Generation machen. Mit 24,3 Jahren stellt der HFC hinter den beiden U-Mannschaften und VfR Aalen das viertjüngste Team – mit Erfolg.  

Defensive das Prunkstück des HFC
Vor dem gestanden Drittligakeeper Fabian Bredlow reiht sich eine der stärksten Viererketten der Liga auf. Über die beiden Neuzugänge auf der Außenverteidigerposition Baumgärtel und Schilk verliert Fortuna-Trainer Koschinat nur lobende Worte und nennt sie „die besten Außenverteidiger der Liga“, die auf ihren vorherigen Stationen bereits „für einige Highlights gesorgt haben“. Komplettiert werden die beiden durch den 21-jährigen Max Barnofsky, der noch keine Einsatzminute verpasst hat und Stefan Kleineheismann, der mit 164 Spielen Drittligaerfahrung die ideale Ergänzung darstellt. Zwei weitere Faktoren für die defensive Sicherheit sind die beiden Sechser Klaus Gjasula und Royal-Dominique Fennell. Letzterer verpasste seit seinem Transfer von den Würzburger Kickers in der Schlussphase des Transferfensters keine Einsatzminute. Wie im letzten Jahr, bei dem er ein entscheidender Faktor für den Aufstieg der Kickers war, spielte er sich auch bei Halle von der ersten Minute an in den Vordergrund und sorgte mit dafür, dass der HFC seit seinem Transfer kein Spiel mehr verloren haben.

Im Fokus: Klaus Gjasula
Nebenmann Klaus Gjasula geht als Leader der jungen Trupp voran. Der 26-jährige Neuzugang von den Stuttgarter Kickers spielte sich direkt in die Startelf und überzeugte ein zweites Mal Trainer Rico Schmitt von seinen Fähigkeiten. Bei den 80 gemeinsamen Spielen in Offenbach war Gjasula ebenfalls gesetzt und verpasste mit Schmitt 2015 knapp den Aufstieg in die 3. Liga gegen den 1. FC Magdeburg. Seit seinem Jochbeinbruch Ende 2013 ist Klaus Gjasulas besonderes Merkmal der schützende Helm: Um möglichst schnell auf dem Platz stehen zu können, wurde für den Kämpfer ein Spezialhelm angefertigt, den er seither immer trägt. Er „fühlt sich einfach sicherer“ mit dem Helm auf dem Platz. Diese Vorsichtsmaßnahme spiegelt jedoch nicht ansatzweise in seinem leidenschaftlichen Spielstil wieder. Als Kapitän geht er mit vollem Einsatz in jedes Spiel. So gelang ihm in dieser Saison das zweite Mal in seiner Karriere das Kunststück, innerhalb der ersten sechs Spiele die erste Gelbsperre absitzen zu müssen. Gjasula ist einer der mit Wort und Tat voran geht.

Nächste Begegnung
vs.
Wuppertaler SV
Fortuna Köln
Stadion am Zoo