Abschied von Physio Nikolaos Charalampidis: „Wir waren eine echte Einheit"
Du verlässt die Fortuna am Ende der Saison. Wie geht es für dich persönlich weiter?
„Ich habe bereits ein paar Angebote bekommen, wollte mich aber erstmal voll auf die restliche Saison konzentrieren. Mein klares Ziel ist es, im Leistungsbereich zu bleiben und mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln."
Du hast mit Stephanos Drossakis ein eingespieltes griechisches Physio-Duo gebildet. Was hat eure Zusammenarbeit besonders gemacht?
„Stephanos kannte ich schon von früher, deshalb war eigentlich schnell klar, dass das gut funktionieren wird. Er ist nicht nur ein besonderer Mensch, sondern auch ein herausragender Therapeut. Er hat mich auf meinem Weg begleitet und enorm unterstützt. Wir hatten einen super Draht, sowohl menschlich als auch fachlich und haben uns immer wieder gegenseitig gepusht, um besser zu werden."
Worauf wirst du aus dieser Saison ganz besonders zurückblicken?
„Vor allem auf den Zusammenhalt im Team. Wir haben uns im Laufe der Saison immer besser verstanden und uns zu einer echten Einheit entwickelt. In der Mannschaft sind einfach viele starke und lockere Charaktere dabei, die die tägliche Arbeit deutlich leichter machen."
Was macht die Arbeit als Physiotherapeut in einem Fußballverein so speziell?
„Die Rolle als Physiotherapeut geht weit über die reine Behandlung hinaus. Man ist das Bindeglied zwischen Spielern und Trainerteam und muss das Vertrauen beider Seiten gewinnen. Im Fußball spielen Emotionen eine große Rolle, gerade in intensiven Phasen oder rund um Spiele. Gleichzeitig besteht oft der Anspruch, Spieler so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen. Dazu kommen die Momente im Spiel selbst, wenn man aufs Feld läuft und unter Zeitdruck die richtigen Entscheidungen treffen muss. Diese Mischung aus Verantwortung, Emotion und fachlicher Einschätzung macht den Job besonders anspruchsvoll und abwechslungsreich."
Privat schlägt dein Herz eher für Basketball: Welche Rolle spielt dieser Sport in deinem Leben?
„Ich habe als Kind viele Sportarten ausprobiert, unter anderem auch Fußball. Am Ende hat mich Basketball einfach gepackt. Ich spiele bei Athena Porz in der Landesliga. Sport generell ist und bleibt eine große Priorität in meinem Leben, weil ich sowohl als Sportler als auch als Physiotherapeut gelernt habe, den menschlichen Körper wirklich zu schätzen."